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Dein Umzug in ein neues Heim steht bevor und du gerätst langsam in Panik:

Was mache ich mit den Katzen?

Am Anfang des Umzugstages mitnehmen oder doch eher am Schluss?

Brauche ich ein Katzenzimmer?

Was ist, wenn mir eine abhaut?

Am besten gebe ich ihnen Rescue Remedy und das schon Wochen vorher – und ich nehme die auch gleich!

STOPP!!!

Hektik, Hysterie und Stress wirken sich auch auf deine kätzischen Schützlinge negativ aus:

Also Gefühle zunächst zur Seite schieben (nicht aber die Empathie) und mit kühlem Kopf planen:

Zunächst einmal macht es einen Unterschied, ob deine Katzen Freigänger sind oder Wohnungskatzen.

 

Beginnen wir mit unseren Outdoorkatzen:

Sicher hast du dein neues Zuhause so ausgewählt, dass deine Katzen dort ein verkehrsberuhigtes Revier vorfinden, das genügend Platz und Abwechslung zum Stromern lässt. Tja, was die kätzische Nachbarschaft betrifft, tappst du womöglich erst einmal im Dunkeln und hoffst auf liebenswerte und konfliktfähige Freigänger, die sich auch mit Neuankömmlingen (deinen Katzen!) arrangieren können. Dafür drücke ich dir fest die Daumen!

 

Aber zurück zum bevorstehenden Umzug…

Die Umzugsplanung

Hier möchte ich eine Kundin zitieren, mit der ich ein Interview führte über ihre Umzugserfahrungen:

 

Wenn ich mich wohl fühle, dann tun das meine Katzen auch.

 

Ja, genau – bitte beherzige diesen wunderbaren Satz, denn der rettet dich hoffentlich davor, in grundlose Hyperaktivität zu verfallen, was deine Katzen (zumindest die sensibleren Exemplare) sicher sehr zu schätzen wissen!

Traue deinen Katzen zu, mit Veränderungen wie diesen klar zu kommen, sie zu bewältigen und damit lockerer an kommende Herausforderungen heranzugehen. Packe sie nicht in Watte, schirme sie nicht vor den Umzugsvorbereitungen ab – lassen deine Lieblinge entscheiden, ob und wann sie sich lieber nach draußen verziehen. Kontrolle über das eigene Handeln zu haben steht bei unseren Katzen hoch im Kurs.

 

Also: Beherzt Kisten packen (da wird die ein oder andere Katze gerne assistieren), ansonsten den Tagesablauf so normal wie möglich gestalten, Spiel- und Fütterungsrituale nicht vernachlässigen, denn das gibt den Miezen Sicherheit.

Und dann ist er da:

Der Tag des Umzugs

Freigängerkatzen nimmst du i.d.R. am besten am Ende des Umzugtages mit, da deine Katzen somit diesen chaotischen Tag in ihrem gewohnten Revier draußen verbringen können. Anstatt in der neuen Wohnung in einem extra eingerichteten Katzenzimmer dem ungewohnten Lärm, den fremden Gerüchen und einer unbekannten Umgebung ausgesetzt zu sein.

 

Kommst du dann endlich im neuen Zuhause an, setzt du deine Schützlinge  in das Zimmer, in dem der heißgeliebte Kratzbaum, das Lieblingskörbchen oder dein Bett steht. Die Umgebung sollte vertraut riechen (also ruhig nicht alle Katzenhaare vom Mobiliar wegsaugen oder wischen) und zumindest teilweise so aussehen.

Am allerwichtigsten für Katzen, die eine innige Beziehung zu ihrem Menschen haben, ist die Präsenz,  Ruhe und Sicherheit, die dieser ausstrahlt. Gehe auf die aktuellen Bedürfnisse deiner Katzen ein:

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Die eine möchte forsch die neue Umgebung erkunden? Dann lasse ihrem Forscherdrang Freiraum. Die andere hat sich unter dem Bett versteckt? Auch das solltest du respektieren und sie bitte nicht mit den Worten: „Du brauchst doch keine Angst zu haben!“ unter der Schlafstätte hervorziehen. Schalte das Radio (oder den Relaxocat) leise ein, bieten ihr ein Duftkissen an und schaue ab und zu nach ihr und rede beruhigend vor dich hin. Lege dich versuchsweise aufs Bett, vlt. nutzt Mieze die Gelegenheit, um sich in deinem Arm einzukuscheln und sich so an die neue Situation besser anzupassen.

 

Alles ist gut verlaufen, keine Katze ging verloren, die Nacht verlief mehr oder weniger ruhig

Die Tage danach

Je nach Temperament, Persönlichkeit und Erfahrungen deiner Katzen geht die Inspizierung des neuen Reviers sowie die Gewöhnung an die neue Umgebung schneller oder langsamer voran – überlasse auch diese Entscheidung deinen klugen kätzischen Mitbwohnern. Natürlich darfst und sollst du diejenigen unterstützen, die unsicher sind, was sich manchmal in vorübergehender Unsauberkeit oder Rückzug bemerkbar machen kann. Habe Verständnis, kommentiere die Pinkelei nicht und gebe deinen Katzen das Gefühl, geborgen und sicher zu sein, indem du ihnen viel Aufmerksamkeit in Form von Streicheleinheiten oder gemeinsamem Spiel gibst. Und auch hier wieder: Greife alte, wohl vertraute Rituale auf und richte deinen Fokus nicht ständig auf deine Katzen – Geduld und Zutrauen heißt die Devise!

Umzug mit Wohnungskatzen

Bitte mutiere auch dann nicht zur/m Helikoptermutter/vater, wenn du mit Tieren umziehst, die in reiner Wohnunghaltung leben. Ja, du musst anders an die Planung herangehen, aber diese Aufgabe ist eher mit Ruhe und Gelassenheit zu bewältigen als mit bloßem Aktionismus und zig verschiedenen Nahrungszusätzen oder Bachblütenmischungen (auch wenn diese, sinnvoll eingesetzt, selbstverständlich eine hilfreiche Stütze sein können).

Die Planung

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Zuerst die Katzen – dann die Möbel!

Deine Katzen werden, bevor der Trubel in der alten Wohnung los geht, in aller Seelenruhe in ihre Transportkisten gepackt (die du ca. 15 Minuten vorher mit einem Pheromonspray (beliebt ist Feliway Classic Transportspray*),  innen und außen besprühen kannst, damit sich deine Katzen etwas wohler fühlen) , ins Auto geladen, NICHT zur Tierarztpraxis gefahren, sondern in das neue Zuhause und dort in das vorbereitete Katzenzimmer. Nimm dir einige Minuten Zeit, bis sich deine Fellnasen orientiert und ihr OK gegeben haben, es dort für einige Stunden aushalten zu können.

Dann darfst du dich um Möbel und Laptop kümmern 😉

Im Laufe des Tages schaue  bitte hin und wieder (das tust du sicher sowieso) bei deinen Katzen vorbei, ob alle sich wohl fühlen, ob die Katzentoilette einer Reinigung oder ob das Fummelbrett eines Nachschubs bedarf.

 

Sind endlich alle Möbel im Haus und am besten an Ort und Stelle, die Möbelpacker in ihrem verdienten Feierabend, dann öffne getrost die Tür des Katzenzimmers und lasse deine Katzen entscheiden, was sie mit dem Rest des Tages anfangen wollen.

 

Alles Weitere gilt sowohl für Freigänger- als auch für Wohnungskatzen – also scrolle nach oben und lese, was sonst noch wichtig ist.

Umzug mit Problemkatzen

Alles gut und schön – wie gestaltest du aber den Umzug mit „Problemkatzen“?

  • mit extrem ängstlichen Katzen, die sich gar nicht anfassen lassen?
  • mit chronisch kranken Katzen?
  • mit sehr alten Katzen?
  • mit mehr als 5 Katzen?

Für ängstliche Katzen, die man noch nicht einmal in eine Transportbox kommt, empfehle ich Gabapentin (s. auch hier), das ins Nassfutter gemischt werden kann. Die Katze entspannt sich, ist ganz relaxt ohne „weggetreten“ zu sein. Bitte frage deine Tierärztin/deinen Tierarzt nach der passenden Dosierung für deinen Vierbeiner. Für nicht ganz so ängstliche Katzen bietet sich die Gabe von „Rescue Remedy“ , „CaniComplete Bachblüten Globuli*“ oder „Zylkène*“ an.

 

Chronisch kranke Katzen bekommen weiter ihre Medikamente und entweder eine passende Bachblütenmischung oder Zylkène. Bei Schmerzpatienten wird die Dosierung entsprechend angepasst.

 

Bei sehr alte Katzen, die Veränderungen i.d.R. sehr schlecht verkraften, bieten sich ebenfalls naturheilkundliche Therapien sowie einen sehr einfühlsamen Umgang an.

 

Bei mehr als 5 Wohnungskatzen bietet sich die Einrichtung von 2 Katzenzimmern an.

Umziehen mit Katzen – Fazit

So wie in meinem Artikel beschrieben kann er ablaufen – der perfekte Umzug.

 

Er kann auch ganz anders aussehen:

 

Vielleicht zeigst du deinen abenteuerlustigen Katzen schon vorher die zukünftige Wohnung, um sie mit dem neuen Lebensraum bekannt zu machen.

Vielleicht gibst du deinen Stubentigern schon Wochen vorher Zylkène, weil Sie sich damit besser fühlen.

Vielleicht dürfen deine Katzen auch erst einen Raum nach dem anderen erkunden.

Vielleicht ziehen deine Katzen in das fertig installierte Außengehege und lernen die neue Wohnung erst einen Tag später kennen.

Und vielleicht wartest du auch mit dem Umzug, weil du deiner 20jährigen tauben, kranken Katzen diese gewaltige Veränderung nicht mehr zumuten möchtest.

 

Ja, tu das – denn  jede Situation und jede Katze erfordern eine individuelle Lösung.

 

In diesem Sinne wünsche ich dir und deinen Katzen einen entspannten Umzug ins neue Heim!

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