Vom richtigen Zeitpunkt des Loslassens…

Vor einigen Tagen musste ich mich von meiner geliebten Katzenomi Flo trennen, die mich fast 19 Jahre meines Lebens durch Dick und Dünn begleitet hat.

Ihre Abwesenheit schmerzt, sie fehlt an jedem Ort, in jeder Minute.

Das Haus ist zu still, die Couch zu leer, die Zeit zu lang.

Ich finde ein wenig Trost in dem Gedanken, den richtigen Zeitpunkt für ein friedliches Dahingleiten meiner Flo in den Tod gefunden zu haben.

Woran erkenne ich, wann es Zeit ist, mein geliebtes Tier gehen zu lassen?

Meine Beobachtungen, meine Sachkenntnis über den Sterbeprozess, meine Vertrautheit mit meinem Tier ließen in mir ein Gefühl reifen, das mich ganz ausfüllte: Es ist so weit, es gibt keine Hoffnung mehr, keine Schmerzfreiheit, keine Lebensqualität mehr, also beende ihr Leid!

Das tat ich und bin meiner Tierärztin, die zu uns nach Hause kam, unendlich dankbar für ihre Empathie und die Möglichkeit, Flo einen friedvollen Tod ohne zusätzlichen Stress zu gewähren. Ganz zu schweigen von Schmerzen und Angst.

Eine Überdosis Narkosemittel reichte, ihren geschwächten Körper sanft einschlafen zu lassen. Dieser Vorgang hatte nichts Grausames, nichts Beängstigendes an sich, sodass ich mit friedlichen Bildern vor Augen auch an ihr Sterben denken kann.

Vielleicht hast du, die du diesen Text bis hierhin gelesen hast, auch schon einmal oder sogar schon mehrere Male vor dieser Entscheidung gestanden (oder wirst es in Zukunft): Wann ist der Zeitpunkt gekommen, mein geliebtes Tier gehen zu lassen?

Möglicherweise machst du dir im Nachhinein noch Gedanken darüber, ob deine damalige Entscheidung richtig war oder machst dir gar Vorwürfe.

Daher möchte ich dir aus meiner ganz persönlichen Erfahrung und meinem Wissen heraus einige wertvolle Tipps an die Hand geben, die dir bei deiner schweren Entscheidung helfen können, wenn deine Katze stirbt.

Veränderte Verhaltensweisen einer sterbenden Katze

Drei Tage vor ihrem Tod beschloss meine kluge Flo, die Treppe zum Dachboden zu erklimmen, sich auf das Gästebett zu legen und diesen Raum nicht wieder zu verlassen.

Sie rief nicht mehr lautstark nach mir, wenn sie Hunger hatte oder schmusen wollte.

Sie trank Wasser, wenn ich es ihr anbot, nahm Fleischstücke aus meiner Hand und verschlang sie gierig.

Nur einmal pro Tag stand sie auf, um vorschriftsmäßig  in ihr eigens für sie aufgestelltes Katzenklo zu urinieren – Kot setzte sie keinen mehr ab.

sterbende Katze

Nur mit Opiaten gelang es mir, ihr relative Schmerzfreiheit zu ermöglichen. In guten Momenten rollte sie sich halb ein, präsentierte ihren Bauch, kniepelte mit den Augen und genoss schnurrend mein Streicheln.

Die Nacht verbrachten mein Kater Sisko und ich bei ihr auf dem Bett. Meine körperliche Nähe tat ihr sichtlich gut und meist schlief sie, an meine Brust geschmiegt, ihr Köpfchen auf meinem ausgestreckten Arm, einige Stunden am Stück durch.

Der Sterbeprozess

Die Verhaltensweisen, die sie zeigte, sind ganz typisch für das 1. Stadium des Sterbeprozesses:

Die Katze sucht sich einen ruhigen Ort, oft einen, an dem sie sonst kaum zu finden ist, und verlässt diesen nicht mehr.

Der Stoffwechsel wird zunehmend gedrosselt. Niere und die Verdauungsorgane arbeiten nur noch sehr eingeschränkt. Normalerweise verlangsamen sich auch die Atmung und der Herzschlag. Bei Flo verstärkte sich die Atemfrequenz, was damit zusammenhing, dass sie zeitweise unter Schmerzen litt. Dennoch frisst das Tier selbstständig.

Die aktive Teilnahme am Geschehen um sie herum nimmt stark ab und die Katze schläft viel.

Wie kann ich meine sterbende Katze in diesem Stadium unterstützen?

Sorge dafür, dass sie keine 👉 Schmerzen erleiden muss und lass dich von der Tierärztin deines Vertrauens beraten, welche Schmerzmittel in Frage kommen.

Akzeptiere den Platz, den sich dein Liebling ausgesucht hat und versuche auch nicht, die Liegeposition deines Patienten zu verändern. Natürlich kannst du ihm ein Kissen oder Decken hinlegen, die er nach Bedarf benutzen kann.

Sei einfach da! Leg dich zu deiner Katze, ohne sie zu bedrängen, lege ihr eine Hand auf den Rücken, streichele sie, wenn du das Gefühl hast, sie genießt es. Meine Flo kugelte sich dann wie in alten Zeiten ein, blinzelte mich an und schnurrte leise. Ich weinte nicht oder zeigte ihr meine Verzweiflung, sondern agierte  so normal wie möglich. Sie sollte weder beunruhigt sein noch Anlass zu Angst haben.

Bitte versuche auf keinen Fall, wenn deine Katze schwächer wird und selbtsttätig keine Nahrung mehr zu sich nehmen möchte, sie zwangszuernähren. Es gibt einen guten Grund, warum todkranke Lebewesen keine Nahrung und später auch keine Flüssigkeit mehr zu sich nehmen: Der Körper schüttet dann vermehrt Endorphine („Glückshormone“) aus, die den Schmerz reduzieren und für mehr Wohlbefinden sorgen. Und genau das möchtest du doch, oder!?

Ich rate dir auch, dich mit dem natürlichen Sterbeprozess auseinanderzusetzen, damit du weißt, was auf dich zukommt und was du für deine Katze tun kannst.

Wie hoch ist die Lebensqualität deiner kranken Katze?

Stelle dir auch die Frage, wie hoch die Lebensqualität deiner kranken Katze noch ist. Reicht es tatsächlich, wenn er zwar noch ein wenig frisst, aber den Rest der Zeit unter starken Medikamenten steht und von seiner Außenwelt nichts mehr mitbekommt, sich nicht mehr freuen oder am Leben aktiv teilhaben kann?

Auch ich musste mir diese quälenden Fragen stellen und eine ehrliche Antwort darauf finden. Dabei fühlte ich mich manchmal überfordert und ich wünschte mir, jemand mit mehr Erfahrung würde mir diese schwere Entscheidung abnehmen.

Wie tröstlich wäre es für mich gewesen, Flo wäre friedlich in meinen Armen gestorben. Aber leider kam es dazu nicht.

Den Ausschlag für meine Entscheidung, sie von Ihrem Leiden zu erlösen und ihren Verlust für mich in Kauf zu nehmen, gab zum einen ein neuer Tumor, der sich innerhalb von drei Tagen in ihrem Mäulchen manifestierte und zum anderen der Umstand, dass auch die Schmerzmittel langsam ihre Wirkung verloren und Flo zusehends unruhiger wurde.

Ist deine Katze einfach „nur“ alt und versagen ihre Organe langsam, sodass sie zwar fast rund um die Uhr schläft, aber keine Schmerzen hat, überleg dir, ob du es aushältst, sie „einfach“ sterben zu lassen. Erkundige dich, ob es in deiner Nähe Sterbebegleiter gibt, die dich in dieser schwierigen Zeit unterstützen können.

Vielleicht ist auch der Onlinekurs der Tierkommunikatorin Andrea Schädel genau das Richtige für dich: 👉 Dein Tier geht auf seine letzte Reise. Sterbebegleitung bei deinem Tier . Was du für dich und dein Tier tun kannst, um den Sterbeprozess zu erleichtern.

Du hast dich entschieden – und nun?

Schon vor einigen Monaten, als Flo ein körperliches Tief hatte, fragte ich meine Tierärztin, ob sie, wenn es soweit sei, auch zu uns nach Hause komme, um die Euthanasie vorzunehmen, was sie – welch eine Erleichterung – bejahte.

Auch du solltest dir, wenn möglich, darüber Gedanken machen, wo du deine Katze einschläfern lässt, wenn es nötig ist. Erkundige dich bei deiner Tierärztin, ob sie Hausbesuche macht oder du mit dem todkranken Patienten in die Praxis fahren musst. Lass dir vorher erklären, wie eine Euthanasie abläuft, damit du einigermaßen vorbereitet bist.

Verabschiede dich von deinem geliebten Tier und versuche dennoch, gefasst zu bleiben; bleib auch bei deiner Katze, wenn es so weit ist und rede beruhigend und liebevoll mit ihr, streichele sie, halte Körperkontakt. Signalisiere deiner Tierärztin, wann du bereit bist, lass dir Zeit, setze dich nicht unter Druck.

Katze beerdigen, Grab für Katze im Garten

Ob du deine Katze lieber beerdigen oder verbrennen lassen, ob du die Asche in einer Urne aufbewahren möchtest, wie lange du für den endgültigen Abschied brauchst – das liegt in deiner Hand und du wirst es so umsetzen, wie es sich für dich richtig anfühlt.

Meine Flo wird Teil meines Gartens werden und bleibt für immer in meinem Herzen.

Bücher, die Trost spenden*

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Leider sind die berührenden, verzweifelten, traurigen, aber auch tröstenden Kommentare über das Sterben oder den Verlust der geliebten Katzen verloren gegangen, als ich mit meiner Webseite umgezogen bin. An einigen von ihnen möchte ich dich teilhaben lassen, damit du dich dich in deinem Schmerz nicht so alleine fühlst.

Hallo,

danke schön für den wunderschönen, tröstenden Text. Am 11.12.2018 musste ich meine geliebte Katze Luna einschläfern lassen. Ich habe dies selbst entschieden, ich wollte ihr das Leiden ersparen. Der Tierarzt kam nach Hause und und es lief alles für Luna friedlich ab.

Luna war laut der Tiervermittlung 9 Jahre alt, aber ich denke das sie schon älter war als ich sie vor 7 Jahren aus Griechenland bekommen habe. Sie litt letztendlich an einem Lebertumor und bekam in den letzten 14 Tagen mehrere erbsengroße Tumore hinter den Ohren und am Hals. Dazu kam ein akutes Nierenversagen.

Sie zog sich zurück, suchte geschützte Orte auf, frass nichts mehr und trank nur noch Unmengen an Wasser. Irgendwann war sie zu schwach auf Katzenklo zu gehen und ich fand sie in ihrem Urin liegend. Das muss für sie, die immer absolut reinlich war, der reinste Horror gewesen sein. Ihr Blick verriet es mir das sie sich dafür noch entschuldigen wollte. Einen Tag vor ihrer Einschläferung hatte sie sehr oft ganz klagende Töne von sich gegeben und verabschiedete sich von mir indem sie ihre Vorderbeine mir entgegenstreckte, ich sie hochnahm (sie weinte wieder wegen der Schmerzen) aber sie rieb ihren Kopf an mir und schnurrte noch einmal. Danach lag sie nur noch apathisch in ihrem Katzentransportkorb und ihr Blick verriet mir das ich für sie jetzt die Euthanasie wählen muss.

Ich danke einer so klugen Katze die eine derartige Verbindung mit mir hatte und sie wird auf ewig in meinem Herzen sein. Es war eine Ehre für mich mit Luna zusammenleben zu dürfen.

Wir, Luna im Herzen und ich, wünschen allen Katzenbesitzern die Stärke und Kraft die richtige Entscheidung für ihren Liebling zu treffen und sie, wenn es Zeit ist, von ihrem Leiden zu erlösen.

LG Daisy

https://leben-mit-katze.jimdo.com/2018/07/21/wann-ist-es-zeit-zu-gehen/

Nicole (Sonntag, 03 März 2019 09:20)

Ich weine gerade während ich die Kommentare lese. Meine über alles geliebte Booba liegt mit 17 Jahren im Sterben. Sie frisst noch ein bischen, trinkt noch und schnurrt auch noch, wenn ich sie streichele. Sie hat eine chronische Nierenerkrankung im letzten Stadium (Kreatinin bei fast 8) und der Arzt hat sie bereits aufgegeben. Vor einer Woche bekam ich die Diagnose und jetzt warten wir. Ich verbringe jeden Tag viel Zeit mit ihr und wir verabschieden uns. Wir spüren das beide, es tut sehr weh. Sie hat mich durch so vieles im Leben begleitet und kannte noch meinen Vater, der vor 8 Jahren starb. Ich bin untröstlich, ich wünsche mir sie schläft einfach ein, aber wahrscheinlich muß ich den Gang zum Arzt und zur Einschläferung machen. Ich liebe sie so, es bricht mir das Herz.

Inge ( Sonntag, 03. März 2019 12.00) (Sonntag, 03 März 2019 12:21)

Ich lese die Kommentare, bin dankbar für den Artikel und weine. Ich habe alles versucht seit der Terarzt meinen Heinzipauz (11 Jahre) mit akutem Nierenversagen (keine Ahnung durch was,,,ist Hauskaterchen, nichts hatte sich verändert; hatte im Dezember ähnliche Anzeichen, aber Blut und Nierenwerte waren o.k., nur eine leichte Entzündung wurde erkannt. Der Tierarzt sagte damals lachend, der Kater sei wehleidig. Das hätte mich alarmieren sollen. Nun ist es zu spät.
Ich habe subcutane Infusionen gemacht und SUC im Internet besorgt, da wurde es etwas besser, aber heute liegt er nur noch, gestern schwer gelaufen, sich eingepieselt, heute hat er krampfartige Zuckungen…; ich bleibe bei ihm und wenn er bis morgen nicht gegangen ist, werde ich wohl doch zum Tierarzt den schweren Gang gehen müssen.
Ich habe erst vor 1 1/2 Jahren meine 18 Jahre alte Piroschka daheim begleitet,,,es war schwer, aber bis auf den letzten Atemzug friedlich. Sie war altersschwach und ist vom Schrank gefallen, dabei muss sich die Lunge verletzt haben, sie atmete immer schwächer, keuchte und verstarb, ehe ich zum Tierarzt fahren konnte. Und jetzt also mein Heinzi…ich kann es kaum fassen!! Er ist doch erst 11. Vor zwei Wochen war er noch mit seiner Freundin durch die Wohnung getobt. Lieber Gott, lass es schnell gehen und ihn einfach davon schlafen!
So herrlich das Leben mit so vielen Tieren ist (6 Katzen, 3 Hunde, einige Vögel) so schmerzhaft ist der Abschied und die Frage: Wie mache ich es richtig? Was dient wirklich dem Tier?
Ich wünsche euch allen eine gute Zeit der Trauer! Wer gläubig ist weiß, dass wir unsere Lieben wiedersehen. Sie gehen uns voran über den Regenbogen.

Conny (Sonntag, 03 März 2019 23:24)

sitze auch gerade im Wohnzimmer und schaue zu wie mein geliebter Kater Barney immer schwächer wird.
Er frisst seit Tagen nichts mehr und trinken tut er seit heute nicht mehr.
Ich weiss vom Tierarzt das er eine Niereninsuffizienz hat, die sich drastisch verschlechtert hat. Barney kam vor vier Jahren als Streuner zu uns. Er war total ängstlich, abgemagert und krank. Mit wachsendem Vertrauen wurde er zu einem richtigen Schmuser, der uns ganz klar zeigte das wir seine Familie sind, so wie auch er zu unserer Familie gehört.
Es ist traurig und schwer ihn so zu sehen, aber er hat es mir heute morgen ganz deutlich gezeigt dass es für ihn Zeit ist über den Regenbogen zu gehen. Ich wünsche mir für ihn dass er einschläft und ich morgen nicht vor die Entscheidung gestellt werde, rufe ich den Tierarzt damit er ihn hilft zu gehen oder nicht.
Ich werde in Liebe an Barney denken und bin dankbar für all die schönen Momente die ich/wir mit ihm erleben durften.
Mach es gut mein kleiner Kater und ich weis wir sehen uns wieder.

Anke (Donnerstag, 04 April 2019 12:17)

Ich bin gerade zufällig auf diese Seite gestoßen und ja, ein kleines bisschen hilft es.
Heute Nachmittag wird der Tierarzt kommen und Löwi wird gehen. Vor 12 Jahren haben wir ihn halbttot im Vorgarten gefunden, völlig verwahrlost mit FIV+.
Mit den Worten meines Partners „Wat is dat?“ -„Der wohnt jetzt hier!“ ist Löwi eingezogen und hat sich als der bekloppteste kleine Kater den man sich vorstellen kann entpuppt.
Doppelt gesicherter Weihnachtsbaumschmuck, eiserne Hartnäckigkeit im Bezug auf alles was man irgendwo herunterwerfen kann, immer Lust auf spielen, immer Lust auf schmusen. Heimlich vermute ich, dass er irgendwelche Mentalo-Fähigkeiten hat und uns gezielt mit Nasenküsschen manipuliert hat.
Ach ja- ROT. Natürlich mit zuckersüßen kleinen Handschuhen und mehr als einmal war ich froh, dass er nicht auch noch Daumen hat.
Mein Freund ist der Meinung, dass er entweder von irgendwelchen Aliens abgesetzt wurde oder er eine NASA-Spezialkonstruktion sei…Gekommen um zu nerven.
Aber auch um sich mit lautem Schnurren nachts auf‘s Gesicht zu legen, die Pfötchen auszustrecken und so viel Liebe zu geben.
So lange es ihm gut ging, war er der fröhlichste, unverschämteste, liebste, lebendigste, angstfreieste kleine Kerl.
Letztes Jahr ging es dann los, immer schneller kamen die Einschläge.
Schritt für Schritt wurde er weniger, manchmal blieben wir etwas länger auf einem Level, aber dann kam etwas neues.
Mit jedem Mal hat er sich auch ein Stückchen von uns entfernt. Und jetzt haben wir den Kampf verloren.
Ein Schnupfen, ein verdammter Schnupfen….
Ich weiß- wir haben alles getan, er hat alles gegeben. Manchmal habe ich das Gefühl gehabt, er lebt schneller als andere weil er weniger Zeit hat.
Löwi hat aufgegeben, wir warten jetzt mit ihm. Er hat keine Schmerzen und er ist nicht allein.

Danke das ich das hier posten darf. Es hilft mir etwas, zu akzeptieren, dass das jetzt so sein soll und wir die richtige Entscheidung getroffen haben. Rational alles klar, wenn nur das Herz nicht wäre.
Tschüss kleines Löwi. Ich liebe dich so sehr.

Andrea (Montag, 19 August 2019 07:53)

Hallo an Alle die hier geschrieben haben :
Ich habe das bereits x mal hinter mir , Katzen zuhause sterben durch Organversagen sowie Euthanasie beim Tierarzt und es ist jedesmal schlimm auch wenn ich mich an den Tod gewöhnt habe ( ebenso bei meinen Kaninchen , Meerschweinchen , Ziegen und Pferden ) ! Denkt bitte daran die Welt ist überfüllt mit Tieren die keiner haben möchte und die daher ein elendiges Leben führen ! Ich hatte die Katzen von der Straße , viele starben jung an FIP , andere unter Autorädern und die Nager aus Heimtierkäfigen geholt daher gebt den Platz eurer vorrausgegangenen Katzen an welche weiter die wegen Überproduktion beseitigt werden !
Unsere Tierheime sind überlastet und im Ausland daher Tötungsstationen eingerichtet wo unschuldige Kreaturen ( auch Hunde ) ihr Leben lassen müssen weil sie nicht erwünscht sind !!! Gebt diesen Tieren bitte eine Chance !
Mit den besten Wünschen !
Andrea

Kerstin (Freitag, 23 August 2019 16:53)

Liebe Katja,
vorgestern mussten wir unsere geliebte Katze Lucky über die Regenbogenbrücke gehen lassen.
Sie kam erst mit 6 bis 8 Jahren zu uns, wir hatten sie aus einer furchtbaren Gefangenschaft befreit. Nur ganz langsam kam sie aus ihrer Depression und Hoffnungslosigkeit heraus. 5 Jahre durften wir miterleben, wie sie Vertrauen fasste und uns ihre Liebe und Dankbarkeit zeigte. Sie war taub, aber wusste immer sofort, wenn einer von uns in Richtung Futter oder Katzenmilch ging…
Urplötzlich wurde sie sterbenskrank (wohl eine Embolie), rang nach Luft, übergab sich, wurde inkontinent und ihre Hinterläufe waren nicht mehr durchblutet. Eine Heilung stand nicht mehr zur Auswahl und sie hatte es verdient, in Würde gehen zu dürfen, so schwer es uns auch fiel.
Leiden durfte sie nicht!
Heute werden wir sie im Garten begraben. Wir sind unendlich dankbar, dass dieses wunderbare Geschöpf uns vertraute und unsere Liebe erwidert hat. Sie ist jetzt bei den Sternen, von wo sie immer auf uns herab und wir zu ihr hinaufsehen können. R. i. P. Lucky
Danke Katja für deinen traurigen aber ergreifenden Artikel. Ich wünsche allen Lesern viel Kraft!
Liebe Grüße
Kerstin

Andrea (Mittwoch, 11 September 2019 17:04)

Ich liege mit meiner Paula im Arm auf dem Bett, lese die Berichte meiner Gleichgesinnten und weine vor mich hin. Meine geliebte Paula hat vor 3 Monaten ihre Schwester Paulinchen verloren. Sie litt einen Monat an epileptischen Anfällen und musste dann, trotz Medikamente, nach einem schweren Schlaganfall eingeschläfert werden.
Seitdem ist Paula im Trauerzustand, mauzte viel und saß sehr oft vor dem Grab ihrer Schwester. Seit einer Woche verweigert sie nun auch noch jegliches Futter und schläft extrem viel. Es liegt keine Krankheit vor. Es zerreißt mir das Herz, dass weder ich, noch irgend welche Medizin, helfen kann den Lebenswillen meiner 15 jährigen Fellnase wieder zu erwecken. Sie stirbt mir weg, verhungert ohne Krankheit, sondern am gebrochenem Herzen.. Auch so etwas kann es geben. Ich hätte es nie geglaubt. Es ist einfach nur schrecklich. Und unendlich traurig, nun auch in Kürze die zweite Schmusekatze zu verlieren. Wir werden unseren Tierarzt zu uns nach Hause bitten um den letzten Weg gemeinsam zu gehen, bevor die Schwäche von Paula untragbar wird..

Martina (Montag, 11 November 2019 13:18)

Per Zufall bin ich auf diese Seite gestossen, da ich herum gegoogelt habe wie man mit dem Tod seines geliebten Tieres umgehen kann, v.a. weil wir unsere 11jährige Inka einschläfern liessen und ich mir Vorwürfe mache, ob wir ihr nicht doch noch helfen konnten oder warum wir es nicht früher entdeckt haben. Vor zirka 8 Wochen haben wir gesehen, dass Inka immer wieder Probleme mit dem Schlucken hat, und auch grössere Stücke wieder rausgewürgt hat, daher sind wir zum TA um es zu untersuchen. Diagnose: Krebs (bei der Speiseröhre, genaue Angabe habe ich leider nicht, da mein Mann zum TA ging). Verschiedene Optionen wie OP, Einschläfern kamen in Frage, natürlich war ich noch nicht bereit sie gehen zu lassen, daher wurde operiert, vieles rausgeschnitten, sie bekam Kortison Tröpfchen eine Woche lang. Der TA sagte, dass nur Zeit gewonnen wurde, und der Krebs nachwachsen wird. Eine Biopsie machten wir keine, ob gut- oder bösartig, denn geändert hätte sich dadurch nichts. Sie frass dann wieder, mussten zwar alles kleiner zerdrücken (zum Glück frass sie nur Nassfutter, und wir haben eh natürliches gesundes Futter, ein grossser Pluspunkt wenn Krankeheiten da sind). Nach einer Woche war das Medi alle, sollten den TA anrufen, jedoch machten wir das erst ein paar Tage später, in dieser Zeit fing sie an nichts mehr zu fressen, nur noch Milch trinken, haben Lachs verbreit, etwas gefressen und dann kam der Tag als sie sogar beim Wasser trinken Probleme hatte. Es tat weh mit anzusehen, dass sie vor dem Napf stand, vor dem Wasser, und nichts mehr rein ging, sie wollte ja, aber es ging nicht. Sehr herzzerreissend. Also der Anruf beim TA, untersuchen, was da los ist, ob es sich so verschlimmert hat. Ich spührte schon, dass der Moment kam, wo wir uns verabschieden müssen. Denn Inka roch auch nicht mehr gut, nach Eiter. Eine Kollegin sagte mir, hör auf Deine innere Stimme. Zuerst sagte ich zur Inka immer wieder, dass sie nicht aufgeben soll, sie soll kämpfen. Jedoch fing ich dann anders an und sagte ihr, sie kann loslassen, dass ich dankbar war mit ihr 11 Jahre Zeit zu verbringen. Aber mein Herz blutete. Beim TA haben wir dann gesehen, dass sie bereits im Maul, im Rachen, überall voll Krebs war. Ein Moment der Entscheidung, dass wir sie gehen lassen mussten. Obwohl sie noch Lebenswille hatte, an den Augen sieht man es, das war nur noch tausendmal schlimmer, aber wir hatten keine andere Wahl. Wir wollten sie auch nicht unter Chemo oder Bestrahlung setzen, das finde ich zu qualvoll und macht keinen Sinn. Eigentlich haben wir richtig gehandelt, doch es verfolgt mich, es zerreisst mein Herz, ich sehe sie ständig zu Hause herumlaufen, ich mache mir doch Vorfürfe, bin hin- und her gerissen von meinem Verstand und meinem Herz. Ich hoffe dass es besser wird und die Zeit Wunden heilt, vergessen tue ich sie sicher nicht, sie wird immer in meinem Herzen bleiben. Falls jmd. eine Idee hat, wie damit umzugehen, wäre ich sehr dankbar.

Katja – Leben mit Katze (Montag, 11 November 2019 21:44)

Liebe Martina,
auch du solltest dir bitte keine Vorwürfe machen. Du hast deine Inka erlöst, alles andere wäre Quälerei gewesen. Ich bin mir nicht sicher, ob wir Menschen nicht in unsere Katzen einiges hineininterpretieren, was überhaupt nicht stimmt. Ob es Lebenswille, Angst, Schmerz oder eine andere Empfindung war, die deine geliebte Katze empfunden hat und du in ihren Augen gesehen hast, wirst du nie erfahren. Wenn aber ihr Rachenraum schon voller Krebsgeschwüre war, litt sie sicher unter Schmerzen. Eine Heilung gab es nicht und daher war deine Entscheidung richtig.
Der Verlust deines geliebten Tieres schmerzt unendlich und du wirst durch diese Gefühle der Trauer hindurchmüssen. Das ist auch in Ordnung so, weil Inka ein wichtiger Teil deines Lebens war.
Ich selber musste vor 2 Wochen meinen geliebten Sisko gehen lassen, der neben seiner CNI einen bösartigen Kiefertumor entwickelte, der dabei war, seinen Kiefer zu zerfressen. Mich traf es wie ein Keulenschlag, doch es stand für mich außer Frage, meinen treuen, über alles geliebten Kater nicht mehr aus der Narkose aufwachen zu lassen.
Diese richtige Entscheidung ändert nichts am Schmerz, der einen schier umbringen will.
Mich tröstet, dass er nun nicht mehr leiden muss und er ein ausgefülltes, langes Katerleben führen durfte. Vielleicht entscheidest du dich – wie ich – auch dafür, ein oder zwei Katzen aus dem Tierschutz ein liebevolles Zuhause zu geben. Das ersetzt nicht das Tier, das man verloren hat, lenkt aber ab und gibt einem eine sinnvolle Aufgabe. Und irgendwann schleichen sie sich in dein Herz. Alles Gute für dich, liebe Martina!

Christiane (Dienstag, 16 Juni 2020 10:13)

Vielen Dank für den wertvollen Beitrag und die bewegenden Geschichten! Auch wir sind mitten im Sterbeprozess unseres geliebten wunderbaren stolzen Norwegerkaters Lancelot. Am 3.6.2020 durfte er seinen 17. Geburtstag feiern, hat sich noch freudig im Garten aufgehalten und ist jederzeit zu uns aufs Sofa geklettert! Natürlich haben wir bemerkt, dass er praktisch nichts mehr hört und nicht mehr so gut sieht und etwas unsicher auf den Beinen ist, aber man verdrängt und erfreut sich jeden Tag mit ihm zusammen sein zu können. Er war sein Leben lang gesund, ausser letzte Weihnachten hatte er einen schlimmen Magen-Darm-Infekt und wir haben ihn widerwillig (da er das hasst!!) in die Tierklinik gebracht. Nach Infusion und Medikamenten haben wir ihn wieder nach Hause genommen. Lancelot hat sich wieder erholt (dank speziellem Tierarzfutter, welches er von nun an immer bekam) und durfte noch ein halbes Jahr unsere Herzen erfreuen. Letzten Sonntag ist er jedoch plötzlich komplett erblindet, hat laut gemiaut und sich überhaupt nicht mehr zurecht gefunden! Wir haben ihn aus dem Garten reingeholt und er war total orientierungslos, hat sich überall den Kopf gestossen und sich schlussendlich im hinteren kleinen Teil des Wohnzimmer niedergelassen. Dort wird er nun von uns betreut, hat sein Fressen, Trinken und Kistchen, überall Decken etc. Er frisst nur noch sehr wenig, trinkt viel und frisst leider Katzenstreu. Aufs Kistchen geht er nicht mehr, aber mit Glück habe ich schon ein paar Missgeschicke vereiteln können, wenn ich ihn rechtzeitig ins Kistchen setzen konnte. Wenn er schläft oder döst, lässt er sich sanft streicheln. Ja, es bricht uns das Herz, ihm beim Sterben zusehen und ihn loslassen zu müssen. Meine Kinder (13 und 15 Jahre alt) leiden auch sehr. Wir haben uns entschlossen, dass am Mittwoch eine befreundete Tierärztin zu uns kommt und ihn erlöst. Er soll nicht noch mehr leiden. Er hatte ein erfülltes Leben und wurde von allen sehr geliebt. Wir hoffen ihn am Mittwoch würdevoll und stark auf seinem Weg zum Regenbogen begleiten zu können, so dass er keine Angst hat und sich gut behütet fühlt. Ich fürchte mich jedoch, dass er sich gegen die Spritze wehren wird! Er war immer stark (wiegt jetzt leider nur noch 1-2 Kg) und wehrt sich immer vehement gegen alles, auch wenn er schwach ist! Medikamente konnten wir nie verabreichen, sein Fell konnten wir sein Leben lang immer nur während dem Tiefschlaf etwas mit der Schere stutzen. Ich hoffe wirklich sehr, dass er am Mittwoch ruhig ist und sich nicht bedrängt fühlt und sich nicht wehrt – es würde mir das Herz nochmals tausendfach brechen…. Es tut mir gut diese Worte zu schreiben und ich wünsche euch allen auch viel Kraft! Danke

Anke (Donnerstag, 18 Juni 2020 07:44)

Ich weine. Ich weine und es zerreißt mir das Herz. Mein geliebter Garfield liegt vor meinem Bett und schaut mich mit großen Augen an. Er ist tod krank. Seine Pankreatitis hat ihn besiegt. Seit einer Woche frisst er nichts mehr. Alle Blehandlungsversuche sind diesmal vergebens, Cortison, Schmerzmittel – nichts schlägt an. Ich weiß Daß ich ihn gehen lassen muss. In 2 Stunden sind wir wieder beim Tierarzt Eigentlich soll Ultraschall gemacht werden um zu sehen, ob er einen Tumor hat. Aber es wird wohl der Termin sein für seinen letzten Weg. Ich kann seine Qualen nicht mehr mit ansehen. Es zerreißt mir das Herz. Er ist mein Baby und mit seinen 11 Jahren hätte er eigentlich noch etwas Katzenleben verdient. Ich bin unendlich traurig, aber dennoch habe ich das Gefühl, ihn heute erlösen zu müssen.

Marco (Sonntag, 28 Juni 2020 14:56)

Bei mir ist es nun schon über 1 1/2 Jahre her seit ich innert weniger Monate meine beiden Katrerbrüder Nemo & Simba im Alter von knapp 15 Jahren verloren habe.
Es belastet mich immer noch, ich denke jeden Tag an sie, die schöne Zeit, aber auch an die letzten Wochen und Monate vor dem Abschied.
Nemos Nieren arbeiteten nicht mehr richtig, und bei Simba war es eine Entzündung unbekannter Ursache die sich im ganzen Körper ausbreitete und auf keine Medikation ansprach.
Ich hätte alles gegeben und habe ihnen noch viel zugemutet da ich nichts unversucht lassen wollte.
Am Ende war es dann jeweils so das ich mich doch für die Euthanasie entschieden habe weil es keine Hoffnung auf Besserung mehr gab, und das Leiden sichtbar war.
Nemo hat unter sich gemacht und lag dann mit nassem Fell da bis ich nach Hause kam, frass nichts mehr und wurde zusehends weniger.
Er wurde immer wackeliger auf den Beinen und wollte nicht mehr bei mir im Bett schlafen, was es in den 15 Jahren nie gegeben hatt, wo ich war, waren auch die beiden.
Simba konnte am Schluss nichts mehr fressen, er versuchte es mit aller Kraft, aber er schmierte sich alles nur im ganzen Gesicht und Brustbereich voll, da er das Schnäutzchen nicht mehr richtig öffnen konnte.
Den Moment wo ich dann jeweils mit dem Korb durch die Türe ging, der letzte Anblick und das letzte streicheln beim Tierazt werde ich nie vergessen können, so sehr hatt es sich eingebrannt.
Wie gesagt es lässt mich nicht los, und desshalb bin ich auf diese Seite gestossen, was auch nichts ändert, aber irgendwie ein wenig Trost spendet wenn man hört das andere etwas ähnliches durchmachen und für jeden die eigene Katze die schönste, liebste und beste war.
Das war auch bei mir so.
Liebe Katerchen, Ihr wart wirklich das beste was mir im Leben passiert ist, Ihr habt mir 15 Jahre nur Freude gemacht, ich hatte mit Euch die glücklichste Zeit meines Lebens.
Danke Simba & Nemo

Sabine (Donnerstag, 10 September 2020 17:01)

Ich habe diese traurige aber auch dennoch ganz schöne Seite gefunden – ich las hier bevor der Tierarzt heute mittag kam. Mein Gizmo war so wunderschön – er war mein Seelenkater – lieb, klug und war bei einigen Schicksalsschlägen die ich hatte immer treu an meiner Seite – er war ein richtiger Seelentröster und er war ein Kämpfer – er ist heute über die Regenbrücke gegangen seine Nieren hatten im Alter von 15 leider versagt. Ich hoffe, er kann jetzt da wo er ist wieder rumtoben und hat viele Spielkameraden dort. Ja und ich wünsche mir, wenn ich wieder nachhause gehen muss dass er dann da steht an meinen Beinen streift und ich ihn in meine Arme wieder schließen darf. Er fehlt mir so sehr. Ich weiss heute überhaupt nicht wohin mit meinen Gefühlen – jeder Raum hat viele Dinge die zu ihm gehör(t)en – Die Rückfahrt aus dem Krematorium war schrecklich ich war fast blind vor Tränen. Die letzten Tage gehören mit zu den schwersten Tagen in meinem Leben.

Ich liebe Dich mein süsser wundervoller Gizmo niemals werde ich Deine Augen vergessen in die man regelrecht versinken konnte

Fellnasenpost Katja Henopp

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