Alte Katzen verhalten sich manchmal wie alte Menschen.

Sie werden  wunderlich und vergesslich.

Ihr Hör-, Seh- und Geruchsvermögen lässt nach.

Die Bewegung fällt ihnen zunehmend schwerer.

Ihr Stoffwechsel verändert sich, der Appetit lässt nach.

Das Aktivitätsbedürfnis nimmt ab, das Schlafbedürfnis zu.

Sie sind möglicherweise auf Hilfe angewiesen.

Und manchmal werden sie auch dement.

Änderungen im Verhalten alter Katzen

alte Katzen verhalten sich anders und schlafen mehr

Man sagt, ab ca. 15 Jahren fängt bei der Katze die geriatrische Phase an, die begleitet wird von typischen altersbedingten Verhaltensweisen, die normal sind und auf die man sich einstellen sollte:

 

  • Der Schlaf wird tiefer; neben ihr könnte ein Haus einstürzen und die alte Katze würde es nicht bemerken. Ist sie dann erwacht, braucht sie länger, bis sie wieder orientiert ist.

  • Anzeichen einer kognitiven Dysfunktion oder senilen Demenz können z.B. sein: nächtliches Miauen und Umherwandern, Unsauberkeit, Ängstlichkeit, Reizbarkeit, geänderter Schlaf-, Wachrhythmus

 Leidet die Katze unter 👉 Arthrose, wird sie sich weniger und vorsichtiger bewegen, wildes Spiel sowie hohe Plätze vermeiden. Möglicherweise sucht sie deshalb – und wegen einer daraus resultierenden Unsicherheit – vermehrt den Kontakt zu ihren Menschen. Manche alten Katzen werden richtig aufdringlich und manchmal lästig, weil sie wie Kletten an einem kleben. Sei dann verständnisvoll; deiner Katze liegt es fern, dich zu „nerven“, sie sucht lediglich Sicherheit und Zuwendung.

Abnehmende Sinnesleistungen

  •  Da ihre Wahrnehmung nicht mehr so gut funktioniert wie in jungen Jahren und auch die Verarbeitung der Sinneseindrücke im Gehirn verlangsamt ist, werden alte Katzen immer unflexibler – ein Umzug, ein neues Möbelstück oder womöglich ein neuer Sozialpartner können den Stubentiger ganz schön aus der Fassung bringen. Solche Veränderungen solltest du deinem alten Liebling also nicht unbedingt zumuten.
senile Demenz udn Taubheit bei alten Katzen
  • Die alte Katze miaut plötzlich sehr viel lauter als früher und lässt sich von Silvesterknallern nur noch wenig aus der Ruhe bringen. Sie wird taub, sodass sie die Knaller nur noch gedämpft hört, ihre eigene Stimme aber auch, weshalb sie lauter schreien muss.

Schmerzbedingte Verhaltensänderungen alter Katzen

  • Wird deine Katze hingegen launisch, aggressiv oder schläft sie fast rund um die Uhr, steckt wahrscheinlich eine         👉 Schmerzsymptomatik dahinter. Das solltest du unbedingt bei deiner TÄ abklären lassen.

  • Mäkelige Katzen werden im Alter noch wählerischer, vormals verfressene Katzen nehmen auch nicht mehr so viel Futter zu sich wie in ihren besten Zeiten. Die Folge davon ist, dass sie an Gewicht verlieren. Biete deinem Liebling vermehrt kleinere, abwechslungsreiche Mahlzeiten (8-10 am Tag) an. Regelmäßige Gewichtskontrollen helfen zu entscheiden, ob der Gewichtsverlust im normalen Rahmen liegt oder ob eine chronische Krankheit oder Schmerz dahinter steckt.
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Mit 👉VerständnisEmpathie und Einfühlungsvermögen hilfst du deiner Katze, diese letzte Lebensphase gut zu meistern.

Körperliche Veränderungen bei alten Katzen

körperliche Veränderungen bei alten Katzen, Irisatrophie

Nicht nur das Verhalten ändert sich bei sehr alten Katzen, sondern auch das äußere Erscheinungsbild:

 

  • Hast du  bei deiner Katze kleine, braune Punkte oder Flecke in der Regenbogenhaut ihrer Augen entdeckt? Dann handelt es sich hier wahrscheinlich um die sog. Irisatrophie, ein Verlust von Gewebe, der jedoch die Sehschärfe nicht beeinträchtigt.
  •  Die Haare werden weiß, besonders im Gesicht und im Hals-Schulterbereich.
  • Du hörst Klickgräusche, wenn dein Seniorkater das Laminat betritt? Schuld ist das verstärkte Krallenwachstum der Vorder- und Hinterpfoten.

 

Altersbedingte chronische Krankheiten bei Katzen

 Chronische Krankheiten gehören auch in diese Lebensphase,

 

insbesondere sind dies

  •  die  CNE – die chronischen Nierenerkrankungen
  • Tumorerkrankungen
  • die Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion)
  • Bluthochdruck und hypertensive Retinopathie (Netzhautablösung mit anschließender Blindheit)
  • 👉degenerative Gelenkerkrankungen und Osteoarthritis 
  • Erkrankungen der Zähne.

Gilt auch für Katzen: Alt heißt nicht krank!

Erfreulicherweise können Katzen bis ins hohe Alter gesund und fit bleiben, was sich in einem glänzenden Haarkleid, einem geschmeidigen Bewegungsablauf und einem nach wie vor ungebrochenen Spielbedürfnis zeigt. 

Übrigens können auch👉 alte Katzen noch das Clickertraining erlernen und sie profitieren sogar davon, sowohl körperlich als auch mental – meine Flo lernte es mit 16 Jahren, forderte es nahezu jeden Tag ein und schnurrte dabei vernehmlich.

Auch alte Katzen können das Training mit dem Clicker erlernen

Die alte Katze: Buchempfehlung

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Möchtest du weitere und detailliertere Informationen zum Thema „alte Katzen“, kann ich dir das Buch 👉 Lauter…reizende alte Katzen* von Verhaltenstiermedizinerin Sabine Schroll wärmstens empfehlen!

Katzenpsychologin Katja Henopp

Über die Autorin:

Mein Name ist Katja Henopp und ich bin Katzenpsychologin,  Kurs- und Katzenclubleiterin.

Ich helfe dir dabei, deine Katzen besser zu verstehen und individuelle Lösungen für deine täglichen Katzenherausforderungen zu finden.

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