Deine Katzen waren beste Freunde – sie haben zusammen gespielt, gekuschelt, sich gegenseitig geputzt. Und dann, plötzlich, aus heiterem Himmel: Eine Katze greift die andere massiv an. Ohne Vorwarnung und ohne erkennbaren Grund. Die Attacke ist heftig, beide Katzen sind völlig aufgelöst – und du stehst fassungslos daneben.
Was ist passiert? Sehr wahrscheinlich hast du gerade umgerichtete Aggression erlebt. Und du bist nicht allein: Dieses Phänomen ist einer der häufigsten Gründe, warum sich Katzen, die sich eigentlich mögen, plötzlich nicht mehr verstehen.
Die gute Nachricht? Umgerichtete Aggression ist verstehbar, therapierbar und in vielen Fällen vollständig auflösbar.
In diesem Artikel zeige ich dir, was genau dahinter steckt, wie du sie erkennst und – ganz wichtig – wie du deine Katzen Schritt für Schritt wieder versöhnst.
Inhalt
Was ist umgerichtete Aggression?
Umgerichtete Aggression (auch „displaced aggression“ oder „redirected aggression“ genannt) ist ein instinktives Verhalten, bei dem eine Katze ihre Aggression (oder Übererregtheit) nicht am eigentlichen Auslöser abbauen kann – und sie stattdessen auf ein anderes Ziel richtet. In den meisten Fällen ist dieses „andere Ziel“ die ahnungslose Mitkatze, die gerade zur falschen Zeit am falschen Ort ist.
So läuft es typischerweise ab
Eine deiner Katzen sitzt am Fenster und sieht draußen eine fremde Katze. Oder sie erschrickt sich durch ein lautes Geräusch – ein heruntergefallenes Buch, ein vorbeifahrender LKW, ein Feuerwerk. In diesem Moment ist die Katze in einem Zustand höchster Erregung. Ihr Körper ist auf Kampf oder Flucht programmiert. Das Adrenalin schießt in den Blutkreislauf.
Aber: Sie kann nicht zum eigentlichen Auslöser, weil die fremde Katze hinter Glas vorbeiläuft oder der LKW schon vorbei ist. Die Erregung hat kein Ventil.
Genau in diesem Moment kommt die Partnerkatze um die Ecke. Eine Bewegung im Augenwinkel. Das ist das Quäntchen, das das Fass zum Überlaufen bringt. Die erregte Katze dreht sich blitzschnell um und greift die andere an – heftig, ohne Vorwarnung.
Die angegriffene Katze versteht die Welt nicht mehr. Sie hat nichts getan – und doch hat ihr bester Freund sie gerade attackiert. Aus Selbstschutz wehrt sie sich. Die angreifende Katze interpretiert diese Verteidigung als Bedrohung. Und schon fliegen die Fetzen.
Das Tückische: Nach diesem Vorfall ist das Vertrauen zwischen beiden Katzen zerstört. Die angegriffene Katze bringt die andere nun mit Gefahr in Verbindung. Die angreifende Katze verknüpft den ehemaligen Kumpel möglicherweise mit ihrer eigenen Angst. Ein Teufelskreis entsteht.
Wie erkennst du umgerichtete Aggression?
Nicht jeder Streit zwischen Katzen ist eine umgerichtete Aggression. Aber es gibt typische Merkmale, an denen du sie erkennst:
Typische Anzeichen
Plötzlichkeit
Der Angriff kommt aus heiterem Himmel, ohne sichtbare Vorwarnung oder Eskalation. Eben lagen beide noch friedlich nebeneinander, Sekunden später ist Krieg.
Heftigkeit
Die Attacke ist ungewöhnlich intensiv. Beide Katzen schreien, es fliegen Fellbüschel, manchmal verliert eine Katze sogar Kot oder Urin vor Angst.
Kein ersichtlicher Grund
In der direkten Interaktion der beiden Katzen gab es keinen Auslöser. Die angegriffene Katze hat nichts „falsch“ gemacht. Sie war einfach nur da.
Nachwirkung
Beide Katzen sind danach noch lange aufgelöst. Die angreifende Katze ist oft selbst erschrocken über ihr eigenes Verhalten, versteckt sich oder wirkt verstört.
Zeitlicher Zusammenhang
Oft kannst du einen Auslöser identifizieren, wenn du genau überlegst: Gab es kurz vorher ein lautes Geräusch? Hat eine fremde Katze am Fenster vorbeigeschaut? Gab es Bauarbeiten in der Nachbarschaft?
Unterschied zu anderen Konflikten
Umgerichtete Aggression ist NICHT
- Mobbing: Beim Mobbing gibt es ein Muster über längere Zeit. Eine Katze bedrängt die andere systematisch. Bei umgerichteter Aggression ist der Angriff ein einmaliges, plötzliches Ereignis.
- Ressourcenkonflikt: Bei Streit um Futter, Katzenklo oder Liegeplätze gibt es einen klaren Kontext. Bei umgerichteter Aggression ist der Auslöser extern.
- Soziale Inkompatibilität: Wenn sich Katzen generell nicht verstehen, zeigen sie das über längere Zeit durch Vermeidung, Fixieren, Blockieren. Umgerichtete Aggression trifft Katzen, die sich eigentlich mögen.
Du erkennst umgerichtete Aggression daran, dass deine Katzen sich VOR dem Vorfall gut verstanden haben und der Angriff völlig unerwartet kam.
Sofortmaßnahmen: Was tun, wenn eine Katze die andere plötzlich angreift?
Wenn deine Katze gerade die andere plötzlich attackiert hat, zählt jede Sekunde. Die ersten Stunden und Tage nach dem Angriff entscheiden darüber, ob sich das Vertrauen zwischen deinen Katzen wieder aufbauen lässt – oder ob der Konflikt chronisch wird.
Die gute Nachricht: Mit den richtigen Sofortmaßnahmen kannst du die Situation stabilisieren und den Grundstein für eine erfolgreiche Versöhnung legen.
Hol dir meine bewährten Strategien zur Streitschlichtung
Anfangs liebten oder mochten sich deine Katzen und jetzt können sie sich nicht mehr leiden?
Die eine Katze verhält sich aggressiv und die andere reagiert ängstlich?
Oder beide Fellnasen verstanden sich noch nie so richtig?
Damit du die ersten wichtigen Schritte zur Versöhnung alleine gehen kannst, habe ich dir in meinem Dokument bewährte und erprobte Strategien zur Streitschlichtung zusammengestellt, die dich dem Katzenfrieden näher bringen.
Weitere leicht umsetzbare Tipps erhältst du in nachfolgenden Mails.
Pixie & Wickie: Vom Freund zum Feind – und zurück
Die Geschichte von Pixie und Wickie zeigt exemplarisch, wie umgerichtete Aggression entsteht – und wie man sie auflösen kann.
Die beiden Stubentiger Pixie und Wickie waren ein Herz und eine Seele – bis plötzlich eines Tages nichts mehr so war wie vorher:
Der rote Kater Wickie fauchte Pixie, die hübsch getigerte Kätzin, immer an, sobald sich diese ihm näherte und wollte ihr damit verständlich machen: Lass mich in Ruhe, geh auf Abstand! (Lies auch👉 „Katze faucht“)
Die freche Pixie dachte gar nicht daran, sondern jagte den immer ängstlicheren Kater unters Bett oder auf den Kratzbaum. Die eine drohte mit starrem Blick, der andere fauchte und versteckte sich. Was war geschehen?
Warum mögen sich die beiden Katzen nicht mehr?
Die Wahrheit: Wir wissen es nicht.
Irgendetwas musste vorgefallen sein, dass Wickie so erschreckte (ein vorbeifahrender LKW, ein heruntergefallenes Buch…?), dass er seine Erregung, seine Aufregung auf Pixie übertrug. Diese lag vielleicht nichtsahnend neben ihm und wurde plötzlich von ihrem besten Katerkumpel Wickie attackiert.
Wickie wiederum hatte die Aufregung um den LKW, das Buch oder was auch immer schon längst ad acta gelegt. Er verstand nicht, warum seine Freundin ihn nun – für ihn völlig grundlos – bedrohte und jagte.
Ein klassischer Fall von umgerichteter Aggression.
Höre zu diesem Thema auch meine 🎧 Leben mit Katze Podcastfolge „Wenn aus Freunden Feinde werden“:
Verständlich, dass sie dem eigentlich sehr sanften roten Kater von diesem Zeitpunkt an misstraute. Wickie wiederum, der die Aufregung um den LKW, das Buch oder was auch immer, schon längst ad acta gelegt hatte, wurde nun seinerseits von seiner Freundin – für ihn unverständlich – bedroht und gejagt.
Der Weg zurück: Training an der Gittertür
So einfach ließ sich der Streit zwischen Wicki und Pixie aber leider nicht lösen.
Die besorgte Katzenhalterin kontaktierte mich daraufhin, weil sie sich keinen Rat mehr wusste und gemeinsam entwickelten wir einen Plan, die Freundschaft der beiden wieder herzustellen.
Schritt 1: Trennung und Beruhigung
Zunächst trennten wir Pixie und Wickie räumlich voneinander – mit Hilfe einer Gittertür. So konnten sich beide sehen und riechen, aber nicht direkt interagieren. Beide Katzen erhielten Zeit, sich zu beruhigen und wieder in einen entspannten Zustand zu kommen.

Katzen lernen sich neu kennen
Mit einem gut durchdachten und ausgeklügelten Training an einer Gittertür stellst du die Harmonie wieder her, wenn sich deine Katzen plötzlich nicht mehr vertragen.
Doch du musst einige Vorbereitungen treffen, Regeln beachten und Fehler vermeiden, damit sich die Situation nicht noch verschlimmert.
Eine detaillierte Anleitung incl. Trainingsfotos echter Fälle aus meiner Beratungspraxis zeigen dir, wie es richtig funktioniert.
Dann werden aus den Feinden auch wieder Freunde.
Pixie und Wicki sind auch dabei😊.
Schritt 2: Positive Verknüpfungen schaffen
Die Reviere wurden mehrmals am Tag getauscht, damit beide den Geruch der anderen in neutralem Kontext erleben konnten. Mit beiden wurde vor der Gittertür geschmust und gespielt. Leckerchen gab es als Belohnung.
Nach dem Motto: Wow, wenn du da bist, gibt’s immer was Tolles! So sollte die Anwesenheit der anderen Katze wieder mit etwas Positivem verknüpft werden.
Schritt 3: Geduld und Rückschläge
Es gab Fortschritte und Rückschläge. Pixie sehnte sich schon sehr bald wieder nach Schmusen mit ihrem Kumpel. Wickie blieb längere Zeit misstrauisch und brauchte mehr Zeit.
Die Katzenhalter steckten ihre ganze Energie und Geduld in diese erneute Zusammenführung. Nach einigen Wochen war die Gittertür nicht mehr nötig.
Schritt 4: Umgebung optimieren
Wichtig war auch, dass Wickie immer einen Rückzugsort erreichen konnte, an dem er vor der manchmal auf Krawall gebürsteten Pixie seine Ruhe und damit seine Sicherheit wiederfand. Liegeflächen in luftiger Höhe wurden installiert – Katzen lieben erhöhte Plätze.

Das Happy End
Schon seit geraumer Zeit sind Kätzin und Kater wieder die dicksten Freunde. Dieses Mal hoffentlich ein Leben lang.
Ach ja: Der dritte im Bunde, der Kater Murphy, blieb von dem „Gezicke“ verschont und diente ganz gerne mal als Friedensstifter.

Die 5 häufigsten Fehler, wenn Katzen sich plötzlich nicht mehr verstehen
Als Katzenpsychologin erlebe ich immer wieder, dass gut gemeinte Reaktionen die Situation zwischen verfeindeten Katzen verschlimmern. Hier sind die fünf häufigsten Fehler – und wie du sie vermeidest:
Fehler 1: „Das regeln die unter sich“
Warum das nicht stimmt: Katzen können sich nicht aussprechen. Im Gegensatz zu uns Menschen fehlt ihnen die Möglichkeit, Missverständnisse zu klären. Wenn Wickie durch einen Schreck seine Freundin Pixie attackiert hat, kann er ihr nicht erklären: „Sorry, ich hatte Angst wegen des LKWs draußen, du warst nicht gemeint.“
Pixie weiß nur: Mein bester Freund hat mich ohne erkennbaren Grund angegriffen. Wickie versteht wiederum nicht, warum ihn Pixie jetzt meidet und bedroht. Ohne dein Eingreifen verfestigt sich diese gegenseitige Verunsicherung – aus Freunden werden dauerhafte Feinde.
Richtig: Sofort eingreifen, trennen und kontrolliert wieder zusammenführen.
Fehler 2: Zu früh wieder zusammenlassen
Viele Katzenhalter öffnen die Tür zwischen den getrennten Katzen schon nach wenigen Stunden, weil die Tiere ruhig wirken. Doch Ruhe bedeutet nicht automatisch Entspannung.
Richtig: Warte ab, bis beide Katzen wieder ihr normales Verhalten zeigen: Sie fressen mit Appetit, spielen, erkunden ihre Umgebung und kuscheln mit dir. Das kann Stunden, manchmal auch 1-2 Tage dauern. Erst wenn beide wirklich entspannt sind, kann die Gittertür-Phase beginnen.
Meine Faustregel: Wenn du unsicher bist, warte lieber einen Tag länger.
Fehler 3: Die „Täter-Katze“ bestrafen oder bedrängen
Wenn deine sonst sanfte Katze plötzlich ihre Mitkatze attackiert, ist das erschreckend. Trotzdem: Schimpfen, mit der Wasserpistole spritzen oder die Katze bedrängen (zu viel reden, hochheben, festhalten wollen) macht alles nur schlimmer.
Warum: Umgeleitete Aggression ist instinktives Verhalten, kein böser Charakterzug. Die Katze handelt aus einem Überlebensinstinkt heraus – sie kann nichts dafür. Bestrafst du sie dafür, zerstörst du das Vertrauen zwischen euch beiden, ohne das Problem zu lösen.
Richtig: Ruhig bleiben, Katzen trennen, beiden Zeit und Raum geben. Deine Gelassenheit überträgt sich auf die Tiere.
Fehler 4: Medizinische Ursachen nicht abklären lassen
Plötzliche Aggression kann ein Hilferuf sein. Eine Katze, die Schmerzen hat – sei es durch Zahnprobleme, Arthrose oder innere Erkrankungen – wird gereizter und kann schneller aggressiv reagieren.
Dies solltest du in deiner Vet-Praxis abklären lassen.
Fehler 5: Keine Rückzugsorte in der Höhe schaffen
Selbst nach erfolgreicher Versöhnung brauchen Katzen die Möglichkeit, sich aus dem Weg zu gehen. Gerade die eher ängstliche oder bedrohte Katze muss jederzeit einen sicheren Rückzugsort erreichen können.
Wickies Beispiel: Für den sensiblen Kater war es entscheidend, dass er vor der manchmal stürmischen Pixie auf erhöhte Liegeflächen flüchten konnte. Dort fand er seine Sicherheit und Ruhe wieder. Bis heute nutzt er diese Plätze täglich – Katzen lieben eben erhöhte Plätze, weil sie dort Kontrolle und Überblick haben.
Richtig: Schaffe mehrere Rückzugsorte in verschiedenen Höhen (Kratzbäume, Regale, Wandboards), damit jede Katze ihren Safe Space hat – besonders wichtig nach einem Streit.
Mein Fazit: Die meisten dieser Fehler entstehen aus Unwissenheit oder Ungeduld. Wenn du sie vermeidest und stattdessen planvoll vorgehst, stehen die Chancen gut, dass deine Katzen – wie Wickie und Pixie – wieder Freunde werden.
Spezialfall: Streit nach Tierarztbesuch
Tierarztbesuche sind ein häufig unterschätzter Auslöser für umgerichtete Aggression. Warum?
Die Katze, die in der Praxis war:
– Riecht fremd (Desinfektionsmittel, andere Tiere, fremde Menschen)
– Sieht anders aus (Verband, Halskragen)
– Bewegt sich ungewöhnlich (noch wackelig von Narkose)
– Ist selbst gestresst und angespannt
Die Katze, die zu Hause geblieben ist:
– erkennt ihre Mitkatze nicht am Geruch
– ist irritiert durch das fremde Aussehen
– fühlt sich bedroht
Das Ergebnis: Heftige Attacken, obwohl beide sich eigentlich kennen und mögen.
👉 Mehr zu diesem speziellen Szenario und wie du ihm vorbeugst:
Katzenstreit nach dem Besuch beim Tierarzt: So beruhigst du deine Katzen
Zusammenfassung: Das Wichtigste auf einen Blick
Umgerichtete Aggression ist
- ein plötzlicher, heftiger Angriff ohne ersichtlichen Grund in der Interaktion;
- verursacht durch einen externen Auslöser, bei dem die erregte Katze ihre Aggression auf die Mitkatze umlenkt;
- therapierbar mit Geduld, Training und der richtigen Herangehensweise
Was du tun solltest
1. Sofort trennen, ruhig bleiben
2. Beruhigungsphase abwarten (1-3 Tage)
3. Auslöser identifizieren und eliminieren
4. Strukturierte Neuzusammenführung an der Gittertür
5. Umgebung optimieren (Rückzugsorte in der Höhe!)
Was du NICHT tun solltest
1 „Das regeln die unter sich“ → Nein, Katzen können sich nicht aussprechen; manchmal ist das Misstrauen gegenüber der Partnerkatze zu groß
2 Zu früh wieder zusammenlassen → Rückfall ist programmiert
3 Die angreifende Katze bestrafen → Macht alles schlimmer
4 Gesundheitscheck überspringen → Schmerzen können Auslöser sein
Pixie und Wickie haben es geschafft. Deine Katzen können das auch, wenn du ruhig bleibst und die richtigen Strategien anwendest. Du bist nicht allein, und es gibt einen Weg zurück zum Katzenfrieden.💛

Hey,
ich bin Katja, Katzenpsychologin und deine Expertin fürs Katzenwohl.
Ich zeige fürsorglichen Katzenhalter*innen den Weg zu einem Leben, in dem sie unbeschwert und voller Freude allen ihren Katzen gerecht werden.
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Hallo 🙂
Wir sind am 7. Juni zurück nach Deutschland gezogen mit zwei Kätzinnen (eine 4 Jahre, eine 6 Jahre alt). Sie lebten zusammen in Amerika seit die Jüngere ein Baby war, immer ohne Probleme.
Nach dem Umzug kauften wir sofort einen Kratzbaum und dann attackierte die Jüngere (Greycie) die Ältere (Pirelli). Nun lebt Greycie seit Wochen eingesperrt im Wohnzimmer (natürlich verbringen wir dort auch Zeit!) und Pirelli im Rest der Wohnung, da sie sich jedesmal attackieren (Pirelli knurrt und faucht, Greycie attackiert ziemlich hinterhältig).
Ich weiß der Umzug war irre viel Stress, aber die zwei müssen sich wieder verstehen! Ich hab einen zweijährigen Sohn und kann nicht riskieren, dass er in einen Streit verwickelt wird; deshalb sind die Katzen strikt getrennt im Moment.
Wir bekommen bald unsere Möbel und ich hoffe ich kann dann mir einem Babygate trainieren.
Hätten Sie weitere Tipps für mich? Ich bin wirklich am verzweifeln mit den beiden.
Vielen Dank!!!!
Hallo Ramona,
eine Trennung ist schon mal gut.
Spielen Sie viel getrennt mit den beiden, strahlen Sie Ruhe aus (auch wenn es manchmal schwer fällt) und führen Sie die beiden Katzen an einer Gittertür zusammen. Aber mit System. Dieses finden Sie in meiner Anleitung „Training an der Gittertür“ (s. „Shop„) oder auch in diesem Blogartikel: 👉Zusammenführung von Katzen an einer Gittertür.
Sollte es gar nicht klappen, wenden Sie sich an eine Katzenpsychologin in Ihrer Nähe (im Saarland stehe ich zur Verfügung😊).
Gutes Gelingen wünscht
Katja
Hallo,
wir haben zwei Geschwisterkätzinnen. Eine davon war schon immer viel unterwegs und musste auch ab und zu vom anderen Ortsende abgeholt werden. Einmal sogar von einer 30 km entfernten Stadt, da sie einfach jemand mit genommen hat. Seitdem kommt sie nur noch sehr ungern zu uns ins Haus und unsere andere Katze verjagt sie auch ständig wenn sie Mal vorbei schaut. Wie bekomme ich die zwei denn wieder zusammen? Unsere Ausreißerin traut sich kaum noch in unseren Garten. Geschweige denn ins Haus.
Grüße Regina
Hallo Regina,
das ist eine schwierige Situation. Offenbar hat sich bei beiden Katzen eine regelrechte Antipathie gegenüber der jeweils anderen Katze entwickelt.
Im Grunde musst du versuchen, der Ausreißerin erst den Garten, dann das Haus schmackhaft zu machen. Das geht über Leckerchen, gemeinsames Spiel u. ä.
Danach müsste eine erneute Zusammenführung stattfinden.
Dazu empfehle ich dir, eine Katzenpsychologin vor Ort zu konsultieren, die sich euer Zuhause anschaut und mit dir zusammen einen individuellen Plan entwickelt.
Viel Erfolg wünscht
Katja
Guten Morgen,
bei uns ist es so das Malu ( Kater 2 Jahre) und Luna ( Katze 1 Jahr) sich gut verstanden haben. Luna musste am Bein operiert werden u einen Tag in der Tierklinik verbringen . Seit sie wieder zuhause ist faucht Malu sie nur noch an als wäre sie eine fremde Katze. Liegt das an dem einen Tag den sie nicht da war ? Oder weil sie vielleicht etwas mehr Aufmerksamkeit bekommt gerade ? Wobei Malu freigänger ist u eh meist draußen .
Hallo Stefanie,
die Unsicherheit, die du in Malus Fauchen siehst, kommt von dem fremden Geruch, der an Luna haftet.
Und wenn sie noch einen Verband trägt und humpelt, wirkt sie schon irritierend auf Malu.
Noch mehr Hintergrundwissen und noch mehr Tipps, wie du dich richtig verhältst, findest du in meinem Blogartikel “ Katzenstreit nach dem Besuch beim Tierarzt“ .
Baldige Harmonie wünscht euch
Katja
Hallo
Also meine beiden Katzen kamen zu mir als sie 8 Wochen waren ,das nun schon 8 Jahre her . Sie haben viel miteinander durchgemacht zb eine beinamputation …viele kleine Wehwehchen. Fly war bis vor 2 Jahren ( der Unfall bei dem sie ein Bein verlor ) draussen Katze lebt jetzt aber auch drinnen und beide haben immer dick zusammen gehalten . Vor 2 Monaten haben wir ein schönes neues Haus bezogen und auch hier waren beide sofort happy haben viel mehr Platz. Heute Nacht allerdings müssen sich beide fürchterlich gestritten haben daisy hatte heute morgen einige blutige kratzspuren . Seitdem kann ich kaum in Ruhe sitzen ohne das fly daisy attackiert. Daisy liegt ruhig da plötzlich aus dem nichts geht fly immer und immer wieder auf sie los . Ich erkenne die beiden überhaupt nicht wieder 🙁
Hallo Nicole,
mein Sofort-Tipp: Trenne bitte deine Katzen vorerst räumlich voneinander.
Fly muss „runterkommen“ und Daisy muss sich wieder sicher fühlen.
Wenn du Glück hast, ist die Harmonie in zwei oder drei Tagen wieder hergestellt.
Falls nicht, wende dich bitte an eine Katzenpsychologin in deiner Nähe.
Alles Gute wünscht
Katja
Hallo, ich habe meine beiden Norwegerkatzen im Alter von einem halben Jahr bekommen. Beide Kätzinn und Kater sind Wurfgeschwister und wurden im Alter von 8 Wochen kastriert.
Sie waren unzertrennlich haben immer alles zusammen gemacht. Beide sind nun 7 Jahre alt. Seit ca 2 Wochen faucht und greift die Kätzinn ihn an und das ohne Grund, er geht ihr aus dem Weg soweit es geht und lässt sie ihn Ruhe.
Tagsüber können beide die gesammte Wohnung nutzen da ich da zuhause bin. Nachts wenn ich schlafen gehe muss ich sie trenenn da sie ihn sonst durch die Wohnung jagt.
Habe schon vieles probiert aber nun macht der Kater sowohl groß und klein in die Wohnung weil sie ihn von den 4 KatzenToiletten vertreibt sobald er eine davon aufsucht. Nachts wenn sie getrennt sind nutzt er 2 Toiletten.
Kann es daran liegen als sie vor 14 Tagen versehentlich nach draußen kam vom rotweißen Kater(Freigänger) der Nachbarin so verkloppt wurde,wir mussten sie vom Baum runter holen auf den sie geflüchtet ist. Musste auch vom Tierarzt behandelt werden da sie einiges abbekommen hat. Traut sie deshalb unseren Kater nicht mehr? Er sucht ihre Nähe und bringt ihr Spielzeug oder Leckerliestäbchen aber sie greift sofort an und dann geht er ihr aus dem Weg.
Tagsüber wenn ich zuhause bin liegt sie in der Transportbox um zu schlafen und er am Sofa. Da geht es das sie zusammen in einem Raum sind,aber wehe er geht zum Fressen (getrennte Futter/Wasserstellen, mehrere an verschiedenen Orten) oder Trinken dann wird gefaucht und sobald er eine der Toiletten aufsucht ist Krieg angesagt dann muss ich sie räumlich trennen damit er sein Geschäft machen kann.
Weiß nicht mehr was ich tun soll?
Liebe Gabriele,
das ist eine verstörende Situation, die du erlebst.
Aus dem, was du schreibst, gehe ich auch davon aus, dass deine Kätzin ihre Angst auf deinen Kater übertragen hat.
Der Kampf mit dem Nachbarskater hat ihr wohl sehr zugesetzt und sie misstraut jetzt ihrem ehemaligen Kumpel.
Die 2. Möglichkeit: Sie hat Schmerzen und ist daher aggressiv deinem Kater gegenüber.
Mein Tipp: Trenne sie auf jeden Fall auch tagsüber, damit beide sich beruhigen können.
Dann solltest du beide Katzen wieder sanft miteinander bekannt machen. Mein in meinem Blogartikel erwähnter Ratgeber „Training an der Gittertür“ eignet sich hervorragend dafür.
Über ein passendes Nahrungsergänzungsmittel für deine Katze solltest du mit einer erfahrenen Katzenpsychologin sprechen.
Alles Gute dir und deinen Katzen wünscht
Katja