Zoff kommt in den besten Familien vor – auch bei Katzen. Nur was ist, wenn sich deine Katzen nicht mehr beruhigen und eine deiner Katzen 👉 aggressiv auf die andere losgeht?
Wenn sich zwei befreundete Katzen plötzlich nicht mehr verstehen?
Wie Kater Wicki und Katze Pixie, die sich plötzlich hassten und am Ende wieder versöhnten.
Inhalt
In den Streit eingreifen und voneinander trennen
Zwei Katzen, die sich aufeinander stürzen, schreien und eine aus Angst Kot oder Urin verliert, sind ein beängstigender Anblick.
Die Emotionen kochen bei sich angreifenden Katzen so hoch, dass du unbedingt eingreifen musst.
Damit sich deine beiden Streithammel wieder vertragen, musst du sie zunächst voneinander trennen. Sie erhalten so die Chance, sich zu beruhigen und den ersten Schrecken zu verarbeiten.
- Die Katzen sollen sich in den getrennten Räumen wohlfühlen und die Maßnahme nicht als Strafe empfinden.
- Füttere die beiden auch an unterschiedlichen Orten, um Stress zu vermeiden.
- Bedränge (mit zu viel Reden, Streicheln oder Hochheben) oder bestrafe
(schimpfen, Wasserpistole einsetzen oder Schlimmeres) keine deiner
Fellnasen, denn dann läufst du Gefahr, euer Vertrauensverhältnis zu
zerstören. - Wenn du das Gefühl hast, beide Katzen sind wieder entspannter (das
kann Stunden oder Tage dauern), sie also wieder spielen, fressen ,
kuscheln und erkunden wollen, kannst du die Trennung aufheben.
Meine besten Strategien zur Streitschlichtung bei Katzen
Anfangs liebten oder mochten sich deine Katzen und jetzt können sie sich nicht mehr leiden?
Die eine Katze verhält sich aggressiv und die andere reagiert ängstlich?
Oder beide Fellnasen verstanden sich noch nie so richtig?
Damit du die ersten wichtigen Schritte zur Versöhnung alleine gehen kannst, habe ich dir in meinem Dokument bewährte und erprobte Strategien zur Streitschlichtung zusammengestellt, die dich dem Katzenfrieden näher bringen.
Weitere leicht umsetzbare Tipps erhältst du in nachfolgenden Mails.
Und wie lange dauert der Vertrauensaufbau?
Bis sich beide Katzen wieder richtig gut verstehen und sich vertrauen, dauert es einige Wochen bis Monate.
Das ist nicht verwunderlich, weil das Vertrauensverhältnis zwischen den ehemals befreundeten Katzen erst einmal zerstört ist.
Dieses muss langsam und mit positiver Verstärkung wieder aufgebaut werden, denn nur so ist ein friedliches Zusammenleben wieder möglich.
Wie bei Pixie und Wickie, den beiden Fellnasen, die sich plötzlich nicht mehr vertrugen und von denen ich dir nun erzähle.
Die umgerichtete Aggression: Vom Freund zum Feind
Die beiden Stubentiger Pixie und Wickie waren ein Herz und eine Seele – bis plötzlich eines Tages nichts mehr so war wie vorher:
Der rote Kater Wickie fauchte Pixie, die hübsch getigerte Kätzin, immer an, sobald sich diese ihm näherte und wollte ihr damit verständlich machen: Lass mich in Ruhe, geh auf Abstand! (Lies auch👉 „Katze faucht“)
Die freche Pixie dachte gar nicht daran, sondern jagte den immer ängstlicheren Kater unters Bett oder auf den Kratzbaum. Die eine drohte mit starrem Blick, der andere fauchte und versteckte sich. Was war geschehen?
Warum mögen sich die beiden Katzen nicht mehr?
Die Wahrheit: Wir wissen es nicht.
Irgendetwas musste vorgefallen sein, dass Wickie so erschreckte (ein vorbeifahrender LKW, ein heruntergefallenes Buch…?), dass er seine Erregung, seine Aufregung auf Pixie übertrug. Diese lag vielleicht nichtsahnend neben ihm und wurde plötzlich von ihrem besten Katerkumpel Wickie attackiert. Dieses bei Katzen häufiger vorkommende Verhalten nennt man auch „umgerichtete Aggression“.
Höre zu diesem Thema auch meine 🎧 Leben mit Katze Podcastfolge „Wenn aus Freunden Feinde werden“:
Verständlich, dass sie dem eigentlich sehr sanften roten Kater von diesem Zeitpunkt an misstraute. Wickie wiederum, der die Aufregung um den LKW, das Buch oder was auch immer, schon längst ad acta gelegt hatte, wurde nun seinerseits von seiner Freundin – für ihn unverständlich – bedroht und gejagt. Ein Teufelskreis.
Weitere Gründe, warum sich Katzen plötzlich heftig streiten oder kämpfen
Übrigens gibt es noch andere Gründe, warum sich zwei Katzen nicht mehr verstehen:
Die Sicht auf die Nachbarkatze oder ein fremder Geruch ( z. B. nach dem Tierarztbesuch) können zu einem heftigen Streit führen.
Vorsicht Falle: Warum der Tierarztbesuch Freunde zu Feinden machen kann
Gerade der Tierarztbesuch ist ein häufig unterschätzter Auslöser für plötzliche Feindschaft. Und zwar nicht nur wegen des fremden Geruchs, den die Katze mitbringt, sondern auch weil sie anders aussieht oder sich anders bewegt.
In den meistern Fällen beruhigen sich die beiden Streithähne schnell wieder, wenn du sie vorübergehend voneinander trennst.
Am besten ergreifst du zunächst die oben beschriebenen Maßnahmen, um die Harmonie wieder herzustellen.
Ist es wirklich nur Streit? Schmerzen als versteckter Auslöser
Nicht immer steckt eine umgeleitete Aggression oder ein Missverständnis hinter plötzlicher Feindschaft zwischen Katzen. Manchmal ist die Ursache viel simpler – und gefährlicher: Schmerzen.
Eine Katze, die unter chronischen Schmerzen leidet (z.B. durch Zahnprobleme, Arthrose, Blasenentzündung oder andere Erkrankungen), ist permanent gestresst und gereizter als gesunde Katzen. Sie braucht weniger Anlass, um aggressiv zu reagieren. Der harmlose Nasenstupser der Mitkatze kann dann schon der berühmte Tropfen sein, der das Fass zum Überlaufen bringt.
Wann solltest du hellhörig werden?
- Die Aggression geht immer von derselben Katze aus
- Die aggressive Katze zeigt weitere Verhaltensänderungen (zieht sich zurück, frisst weniger, putzt sich nicht mehr, kauert häufig)
- Der Streit lässt sich nicht durch Trennung und Gittertür-Training lösen
Meine klare Empfehlung: Wenn sich deine Katzen nach 2-3 Tagen Trennung nicht beruhigen, vereinbare einen Tierarzttermin. Ein gründlicher Gesundheitscheck sollte immer der erste Schritt sein, bevor du von einem Beziehungsproblem ausgehst.
Bei bestätigtem Stress können auch natürliche Beruhigungsmittel helfen: Zylkene (auf Milchprotein-Basis), Anxitane (mit L-Theanin) oder CBD-Öl für Katzen haben sich in meiner Praxis bewährt – natürlich immer in Absprache mit deinem Tierarzt/ deiner Tierärztin.
👉🏼 Schmerzen bei Katzen erkennen
Was tun, wenn sich Katzen nicht mehr vertragen? Hilfe muss her!
So einfach ließ sich der Streit zwischen Wicki und Pixie aber leider nicht lösen.
Die besorgte Katzenhalterin kontaktierte mich, die Katzenpsychologin, daraufhin, weil sie sich keinen Rat mehr wusste und gemeinsam versuchten wir, die Freundschaft der beiden wieder herzustellen.
Eine besorgte Frage, die meine Kundinnen und Kunden immer wieder stellen: Ist es überhaupt möglich, dass Katzen sich wieder vertragen, nachdem die Fellbüschel geflogen sind?
Meine Antwort:
Ja, es ist möglich.
Aber nur dann dauerhaft, wenn sich die beiden Katzen wieder ganz neu kennen lernen und dabei ihre positive Gefühle füreinander wiederfinden🧡.
Katzen an einer Gittertür (wieder) zusammenführen
Dazu war es nötig, Pixie und Wickie vorübergehend räumlich voneinander zu trennen und zwar mit Hilfe einer Gittertür.
Die Reviere (die Zimmer) wurden mehrmals am Tag getauscht, mit beiden wurde vor der Gittertür geschmust und gespielt, auch Leckerchen gab es als Belohnung. Damit sollte die jeweils andere Katze mit etwas Positivem in Verbindung gebracht werden.

Nach dem Motto: Wow, wenn du da bist, gibt’s immer was Tolles! So sollte das Vertrauen langsam wieder aufgebaut werden.
Es gab Fortschritte und Rückschläge – Pixie sehnte sich schon sehr bald wieder nach Schmusen mit ihrem Kumpel, Wickie blieb längere Zeit misstrauisch.
Die Katzenhalter steckten ihre ganze Energie und Geduld in diese erneute Zusammenführung und nach einigen Wochen war die Gittertür nicht mehr nötig.
Lies dazu auch:
👉Katzen zusammenführen an einer Tür
Katzen lernen sich neu kennen
Mit einem gut durchdachten und ausgeklügelten Training an einer Gittertür stellst du die Harmonie wieder her, wenn sich deine Katzen plötzlich nicht mehr vertragen.
Doch du musst einige Vorbereitungen treffen, Regeln beachten und Fehler vermeiden, damit sich die Situation nicht noch verschlimmert.
Eine detaillierte Anleitung incl. Trainingsfotos echter Fälle aus meiner Beratungspraxis zeigen dir, wie es richtig funktioniert.
Dann werden aus den Feinden auch wieder Freunde.
Pixie und Wicki sind auch dabei😊.
Rückzugsorte für gestresste Katzen schaffen
Das Verhältnis der beiden Fellnasen zueinander hatte sich deutlich verbessert. Doch das reicht nicht: Die Wohnsituation muss in Fällen wie diesen so verbessert werden, dass die Katzen immer die Möglichkeit haben, sich zurückzuziehen, am besten in die Höhe.

Damit gerade Wickie immer einen Rückzugsort erreichen konnte, an dem er vor der manchmal auf Krawall gebürsteten Pixie seine Ruhe und damit seine Sicherheit wiederfand, wurden Liegeflächen in luftiger Höhe angeboten.
Das half und wird auch heute noch sehr gerne genutzt – Katzen lieben eben erhöhte Plätze.
Die 5 häufigsten Fehler, wenn Katzen sich plötzlich nicht mehr verstehen
Als Katzenpsychologin erlebe ich immer wieder, dass gut gemeinte Reaktionen die Situation zwischen verfeindeten Katzen verschlimmern. Hier sind die fünf häufigsten Fehler – und wie du sie vermeidest:
Fehler 1: „Das regeln die unter sich“
Warum das nicht stimmt: Katzen können sich nicht aussprechen. Im Gegensatz zu uns Menschen fehlt ihnen die Möglichkeit, Missverständnisse zu klären. Wenn Wickie durch einen Schreck seine Freundin Pixie attackiert hat, kann er ihr nicht erklären: „Sorry, ich hatte Angst wegen des LKWs draußen, du warst nicht gemeint.“
Pixie weiß nur: Mein bester Freund hat mich ohne erkennbaren Grund angegriffen. Wickie versteht wiederum nicht, warum ihn Pixie jetzt meidet und bedroht. Ohne dein Eingreifen verfestigt sich diese gegenseitige Verunsicherung – aus Freunden werden dauerhafte Feinde.
Richtig: Sofort eingreifen, trennen und kontrolliert wieder zusammenführen.
Fehler 2: Zu früh wieder zusammenlassen
Viele Katzenhalter öffnen die Tür zwischen den getrennten Katzen schon nach wenigen Stunden, weil die Tiere ruhig wirken. Doch Ruhe bedeutet nicht automatisch Entspannung.
Richtig: Warte ab, bis beide Katzen wieder ihr normales Verhalten zeigen: Sie fressen mit Appetit, spielen, erkunden ihre Umgebung und kuscheln mit dir. Das kann Stunden, manchmal auch 1-2 Tage dauern. Erst wenn beide wirklich entspannt sind, kann die Gittertür-Phase beginnen.
Meine Faustregel: Wenn du unsicher bist, warte lieber einen Tag länger.
Fehler 3: Die „Täter-Katze“ bestrafen oder bedrängen
Wenn deine sonst sanfte Katze plötzlich ihre Mitkatze attackiert, ist das erschreckend. Trotzdem: Schimpfen, mit der Wasserpistole spritzen oder die Katze bedrängen (zu viel reden, hochheben, festhalten wollen) macht alles nur schlimmer.
Warum: Umgeleitete Aggression ist instinktives Verhalten, kein böser Charakterzug. Die Katze handelt aus einem Überlebensinstinkt heraus – sie kann nichts dafür. Bestrafst du sie dafür, zerstörst du das Vertrauen zwischen euch beiden, ohne das Problem zu lösen.
Richtig: Ruhig bleiben, Katzen trennen, beiden Zeit und Raum geben. Deine Gelassenheit überträgt sich auf die Tiere.
Fehler 4: Medizinische Ursachen nicht abklären lassen
Plötzliche Aggression kann ein Hilferuf sein. Eine Katze, die Schmerzen hat – sei es durch Zahnprobleme, Arthrose oder innere Erkrankungen – wird gereizter und kann schneller aggressiv reagieren.
Dies solltest du in deiner Vet-Praxis abklären lassen.
Fehler 5: Keine Rückzugsorte in der Höhe schaffen
Selbst nach erfolgreicher Versöhnung brauchen Katzen die Möglichkeit, sich aus dem Weg zu gehen. Gerade die eher ängstliche oder unterlegene Katze muss jederzeit einen sicheren Rückzugsort erreichen können.
Wickies Beispiel: Für den sensiblen Kater war es entscheidend, dass er vor der manchmal stürmischen Pixie auf erhöhte Liegeflächen flüchten konnte. Dort fand er seine Sicherheit und Ruhe wieder. Bis heute nutzt er diese Plätze täglich – Katzen lieben eben erhöhte Plätze, weil sie dort Kontrolle und Überblick haben.
Richtig: Schaffe mehrere Rückzugsorte in verschiedenen Höhen (Kratzbäume, Regale, Wandboards), damit jede Katze ihren Safe Space hat – besonders wichtig nach einem Streit.
Mein Fazit: Die meisten dieser Fehler entstehen aus Unwissenheit oder Ungeduld. Wenn du sie vermeidest und stattdessen planvoll vorgehst, stehen die Chancen gut, dass deine Katzen – wie Wickie und Pixie – wieder Freunde werden.
Ende gut – alles gut: Versöhnte Katzen
Schon seit geraumer Zeit sind Kätzin und Kater wieder die dicksten Freunde, dieses Mal hoffentlich ein Leben lang🧡.

Ende gut, alles gut – zumindest in diesem Fall. Wichtig bei einer solchen „umgerichteten Aggression“ ist die sofortige (vorübergehende) räumliche Trennung der Tiere, damit beide zur Ruhe kommen können. Oft regelt sich das Problem dann wieder von alleine. Vertragen sich deine Katzen aber nach drei Tagen immer noch nicht, lasse dich von einer Katzenpsychologin beraten oder gehe nach meinem Ratgeber „Training an der Gittertür“ vor.
Je früher du mit dem Training beginnst, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit eines glücklichen Ausgangs. Andernfalls besteht die Gefahr des 👉 Mobbings unter Katzen.
Ach ja: Der dritte im Bunde, der Kater Murphy, blieb von dem „Gezicke“ verschont und diente ganz gerne mal als Friedensstifter 🙂.

Hey,
ich bin Katja, Katzenpsychologin und deine Expertin fürs Katzenwohl.
Ich zeige fürsorglichen Katzenhalter*innen den Weg zu einem Leben, in dem sie unbeschwert und voller Freude allen ihren Katzen gerecht werden.
Lausche meinem 🎧Podcast, stöbere in meinem 😺Shop und werde gerne Mitglied in meinem 😺😺Leben mit Katze Insider Club.
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👉Kämpfen deine Katzen oder spielen sie?










Hallo 🙂
Wir sind am 7. Juni zurück nach Deutschland gezogen mit zwei Kätzinnen (eine 4 Jahre, eine 6 Jahre alt). Sie lebten zusammen in Amerika seit die Jüngere ein Baby war, immer ohne Probleme.
Nach dem Umzug kauften wir sofort einen Kratzbaum und dann attackierte die Jüngere (Greycie) die Ältere (Pirelli). Nun lebt Greycie seit Wochen eingesperrt im Wohnzimmer (natürlich verbringen wir dort auch Zeit!) und Pirelli im Rest der Wohnung, da sie sich jedesmal attackieren (Pirelli knurrt und faucht, Greycie attackiert ziemlich hinterhältig).
Ich weiß der Umzug war irre viel Stress, aber die zwei müssen sich wieder verstehen! Ich hab einen zweijährigen Sohn und kann nicht riskieren, dass er in einen Streit verwickelt wird; deshalb sind die Katzen strikt getrennt im Moment.
Wir bekommen bald unsere Möbel und ich hoffe ich kann dann mir einem Babygate trainieren.
Hätten Sie weitere Tipps für mich? Ich bin wirklich am verzweifeln mit den beiden.
Vielen Dank!!!!
Hallo Ramona,
eine Trennung ist schon mal gut.
Spielen Sie viel getrennt mit den beiden, strahlen Sie Ruhe aus (auch wenn es manchmal schwer fällt) und führen Sie die beiden Katzen an einer Gittertür zusammen. Aber mit System. Dieses finden Sie in meiner Anleitung „Training an der Gittertür“ (s. „Shop„) oder auch in diesem Blogartikel: 👉Zusammenführung von Katzen an einer Gittertür.
Sollte es gar nicht klappen, wenden Sie sich an eine Katzenpsychologin in Ihrer Nähe (im Saarland stehe ich zur Verfügung😊).
Gutes Gelingen wünscht
Katja
Hallo,
wir haben zwei Geschwisterkätzinnen. Eine davon war schon immer viel unterwegs und musste auch ab und zu vom anderen Ortsende abgeholt werden. Einmal sogar von einer 30 km entfernten Stadt, da sie einfach jemand mit genommen hat. Seitdem kommt sie nur noch sehr ungern zu uns ins Haus und unsere andere Katze verjagt sie auch ständig wenn sie Mal vorbei schaut. Wie bekomme ich die zwei denn wieder zusammen? Unsere Ausreißerin traut sich kaum noch in unseren Garten. Geschweige denn ins Haus.
Grüße Regina
Hallo Regina,
das ist eine schwierige Situation. Offenbar hat sich bei beiden Katzen eine regelrechte Antipathie gegenüber der jeweils anderen Katze entwickelt.
Im Grunde musst du versuchen, der Ausreißerin erst den Garten, dann das Haus schmackhaft zu machen. Das geht über Leckerchen, gemeinsames Spiel u. ä.
Danach müsste eine erneute Zusammenführung stattfinden.
Dazu empfehle ich dir, eine Katzenpsychologin vor Ort zu konsultieren, die sich euer Zuhause anschaut und mit dir zusammen einen individuellen Plan entwickelt.
Viel Erfolg wünscht
Katja
Guten Morgen,
bei uns ist es so das Malu ( Kater 2 Jahre) und Luna ( Katze 1 Jahr) sich gut verstanden haben. Luna musste am Bein operiert werden u einen Tag in der Tierklinik verbringen . Seit sie wieder zuhause ist faucht Malu sie nur noch an als wäre sie eine fremde Katze. Liegt das an dem einen Tag den sie nicht da war ? Oder weil sie vielleicht etwas mehr Aufmerksamkeit bekommt gerade ? Wobei Malu freigänger ist u eh meist draußen .
Hallo Stefanie,
die Unsicherheit, die du in Malus Fauchen siehst, kommt von dem fremden Geruch, der an Luna haftet.
Und wenn sie noch einen Verband trägt und humpelt, wirkt sie schon irritierend auf Malu.
Noch mehr Hintergrundwissen und noch mehr Tipps, wie du dich richtig verhältst, findest du in meinem Blogartikel “ Katzenstreit nach dem Besuch beim Tierarzt“ .
Baldige Harmonie wünscht euch
Katja
Hallo
Also meine beiden Katzen kamen zu mir als sie 8 Wochen waren ,das nun schon 8 Jahre her . Sie haben viel miteinander durchgemacht zb eine beinamputation …viele kleine Wehwehchen. Fly war bis vor 2 Jahren ( der Unfall bei dem sie ein Bein verlor ) draussen Katze lebt jetzt aber auch drinnen und beide haben immer dick zusammen gehalten . Vor 2 Monaten haben wir ein schönes neues Haus bezogen und auch hier waren beide sofort happy haben viel mehr Platz. Heute Nacht allerdings müssen sich beide fürchterlich gestritten haben daisy hatte heute morgen einige blutige kratzspuren . Seitdem kann ich kaum in Ruhe sitzen ohne das fly daisy attackiert. Daisy liegt ruhig da plötzlich aus dem nichts geht fly immer und immer wieder auf sie los . Ich erkenne die beiden überhaupt nicht wieder 🙁
Hallo Nicole,
mein Sofort-Tipp: Trenne bitte deine Katzen vorerst räumlich voneinander.
Fly muss „runterkommen“ und Daisy muss sich wieder sicher fühlen.
Wenn du Glück hast, ist die Harmonie in zwei oder drei Tagen wieder hergestellt.
Falls nicht, wende dich bitte an eine Katzenpsychologin in deiner Nähe.
Alles Gute wünscht
Katja
Hallo, ich habe meine beiden Norwegerkatzen im Alter von einem halben Jahr bekommen. Beide Kätzinn und Kater sind Wurfgeschwister und wurden im Alter von 8 Wochen kastriert.
Sie waren unzertrennlich haben immer alles zusammen gemacht. Beide sind nun 7 Jahre alt. Seit ca 2 Wochen faucht und greift die Kätzinn ihn an und das ohne Grund, er geht ihr aus dem Weg soweit es geht und lässt sie ihn Ruhe.
Tagsüber können beide die gesammte Wohnung nutzen da ich da zuhause bin. Nachts wenn ich schlafen gehe muss ich sie trenenn da sie ihn sonst durch die Wohnung jagt.
Habe schon vieles probiert aber nun macht der Kater sowohl groß und klein in die Wohnung weil sie ihn von den 4 KatzenToiletten vertreibt sobald er eine davon aufsucht. Nachts wenn sie getrennt sind nutzt er 2 Toiletten.
Kann es daran liegen als sie vor 14 Tagen versehentlich nach draußen kam vom rotweißen Kater(Freigänger) der Nachbarin so verkloppt wurde,wir mussten sie vom Baum runter holen auf den sie geflüchtet ist. Musste auch vom Tierarzt behandelt werden da sie einiges abbekommen hat. Traut sie deshalb unseren Kater nicht mehr? Er sucht ihre Nähe und bringt ihr Spielzeug oder Leckerliestäbchen aber sie greift sofort an und dann geht er ihr aus dem Weg.
Tagsüber wenn ich zuhause bin liegt sie in der Transportbox um zu schlafen und er am Sofa. Da geht es das sie zusammen in einem Raum sind,aber wehe er geht zum Fressen (getrennte Futter/Wasserstellen, mehrere an verschiedenen Orten) oder Trinken dann wird gefaucht und sobald er eine der Toiletten aufsucht ist Krieg angesagt dann muss ich sie räumlich trennen damit er sein Geschäft machen kann.
Weiß nicht mehr was ich tun soll?
Liebe Gabriele,
das ist eine verstörende Situation, die du erlebst.
Aus dem, was du schreibst, gehe ich auch davon aus, dass deine Kätzin ihre Angst auf deinen Kater übertragen hat.
Der Kampf mit dem Nachbarskater hat ihr wohl sehr zugesetzt und sie misstraut jetzt ihrem ehemaligen Kumpel.
Die 2. Möglichkeit: Sie hat Schmerzen und ist daher aggressiv deinem Kater gegenüber.
Mein Tipp: Trenne sie auf jeden Fall auch tagsüber, damit beide sich beruhigen können.
Dann solltest du beide Katzen wieder sanft miteinander bekannt machen. Mein in meinem Blogartikel erwähnter Ratgeber „Training an der Gittertür“ eignet sich hervorragend dafür.
Über ein passendes Nahrungsergänzungsmittel für deine Katze solltest du mit einer erfahrenen Katzenpsychologin sprechen.
Alles Gute dir und deinen Katzen wünscht
Katja