von subtilen Täterkatzen und unglücklichen Opferkatzen

Wenn 👉ein Kater eine Katze jagt oder die alte Katze die neue anfaucht und mit Pfotenhieben traktiert, kann man dann schon von Mobbing sprechen?

Nicht unbedingt; vielleicht 👉streiten diese Katzen nur und keine leidet unter der Situation.

Was bedeutet „Mobbing“ bei unseren Katzen?

Mobbing bei Katzen bedeutet, dass es eine Opferkatze gibt, die über einen längeren Zeitraum von mindestens einem der anderen Artgenossen schikaniert und bedroht wird, sich aber aus dieser Situation nicht befreien kann.

Oft handelt es sich dabei um einen schleichenden Prozess, den du als Mensch zunächst nicht mitbekommst oder nicht Ernst nimmst – gibt es doch ganz subtile Arten des Mobbings.

Je nach Katzenpersönlichkeit und Ausmaß der Schikane zeigt sich der Stress an folgenden Merkmalen:

  • Die gemobbte Katze sucht sich aus Angst ein Versteck, um der überlegenen Katze nicht zu begegnen.
  • Sie wirkt nervös und schreckt bei dem geringsten Geräusch zusammen.
  • Die gemobbte Katze entwickelt ein gesteigertes Putzverhalten.
  • Sie wird unsauber, weil sie sich nicht mehr auf die Toilette traut.
  • Das Mobbingopfer entzieht sich jedem Kontakt, indem es in einen „Fake-Schlaf“ flüchtet.

Hilfe für das Mobbingopfer

Wenn eine Katze eine andere mobbt, hilfst du dem Mobbingopfer, indem du es von der Täterkatze zunächst räumlich trennst.

  • Stärke das Selbstbewusstsein deiner Katze, indem du viel mit ihr spielst.
  • Außerdem gibst du der Katze, die gemobbt wird, Sicherheit, indem du für erhöhte Rückzugsplätze sorgst und Schritt für Schritt die Beziehung deiner Katzen verbesserst.

Woran erkennst du eine Mobbingsituation in deiner Katzengruppe?

Wie erkennst du, dass es sich in deiner Katzengruppe bereits um Mobbing handelt?

Rückzug & Fake-Schlaf

Katze im Fake-Schlaf, Kater wird von anderen Katzen gemobbt

Typisch für eine Mobbingsituation unter Katzen ist es, wenn eine der Katzen sich immer mehr zurückzieht, scheinbar schläft, aber die Körperhaltung angespannt ist. Oft liegt sie auf einem erhöhten Platz, die Ohren gespitzt auf etwaige Geräusche ausgerichtet und leicht hochfahrend.

Die Augen werden regelrecht zugekniffen, Schwanz und Pfoten werden ganz eng an oder unter den Körper gezogen. Frei nach dem Motto: Wenn ich dich nicht sehe, siehst du mich auch nicht!  Dieser „Fake-Schlaf“ ist ein deutliches Zeichen von 🐾 Dauerstress .

Hier ist sofortige Hilfe nötig bei der Lösung des betreffenden (Gruppen-)Problems, denn chronischer Stress führt nicht nur bei uns zu körperlichen Leiden.

Mal ganz abgesehen davon, dass diese angespannte Situation eine Katze über kurz oder lang völlig aus dem seelischen Gleichgewicht wirft. 

Leider kann man diese Körperhaltung, wenn man ein ungeübtes Auge hat oder an nichts Böses denkt, relativ leicht mit einer „normalen“ Schlafposition verwechseln.

Unsauberkeit, Klomobbing & Blockaden

Achte auch auf diese Anzeichen – sie könnten ebenfalls auf eine Mobbingsituation in deiner Katzengruppe hinweisen.

  • Eine deiner Katzen wird plötzlich🐾 unsauber, obwohl nichts Organisches vorliegt. Möglicherweise traut sie sich nicht mehr auf das Katzenklo, weil es von der Täterkatze blockiert oder ihr dort aufgelauert wird (👉 Klomobbing), wenn sie sich darauf befindet.
  •  Einer deiner Fellnasen liegt häufig „demonstrativ“ auf Türschwellen, blockiert mit ihrem Körper Zugänge zu anderen Räumen. Es passiert gar nicht selten, dass die „Täterkatze“, die „doch gar nichts tut“ (außer Starren, was eine Bedrohung darstellt, und den Weg blockieren!!!), als solche nicht erkannt wird. Eher wird diejenige (Opfer-)Katze gemaßregelt, die den Mobber irgendwann anfaucht und die Pfote hebt – zur Verteidigung wohlgemerkt.

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  • Die Täterkatze kann auch die unterlegene Katze regelrecht belauern, sie offensiv attackieren, ohne jede spielerische Komponente. Wenn der Stalker der anderen Katze keinen Freiraum lässt und die Opferkatze sich nur noch geduckt durch die Wohnung bewegt, ist es höchste Zeit, dieses Problem zu lösen.

Angstlösendes Mittel für das Mobbingopfer

💡 Tipp: Zylkène für Katzen und kleine Hunde

Ist das Mobbingopfer sehr ängstlich, empfehle ich dir, ihr das Nahrungsergänzungsmittel 👉 „Zylkène*“ zu geben.

Wichtig: Zylkène wirkt nicht beruhigend, sondern es reduziert Angstgefühle.

Es nützt also nichts, wenn du es einer Katze gibst, die frustriert, überfordert oder gelangweilt ist.

Katzen, die geduckt durch die Wohnung laufen oder sich vor der anderen Katze verstecken, entspannen sich deutlich unter Zylkène.

Weitere Mittel, die zu entspannterem Verhalten führen, findest du in meinem Blogartikel 👉 Beruhigungsmittel für Katzen.

Verstehen sich deine Katzen weiterhin nicht, suche dir professionelle Hilfe ( Beratung durch eine Verhaltensberaterin für Katzen.

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Mögliche Ursachen von Mobbing bei Katzen

Gerade im Mehrkatzenhaushalt, in dem es zu wenige Rückzugsmöglichkeiten gibt oder die Katzen nicht zueinander passen, kommt es häufig zu Mobbingsituationen.

Schreckerlebnis, Langeweile und Katzen, die nicht zusammen passen

  •  Auslöser für das Stalking kann ein Schreckerlebnis gewesen sein, das unbemerkt bleibt, also auch nicht „therapiert“ wird und sich so verselbstständigt.
  • Auch wenn die Katzen noch nie so richtig zusammengepasst haben oder die Gruppe 👉  schlichtweg viel zu groß ist,  reicht ein Funken, um unterschwellige Konflikte ans Tageslicht zu bringen.
  • Wenn dann noch Langeweile, 👉 Eifersucht sowie eine nicht katzengerecht eingerichtete Wohnung hinzukommen, in der Rückzugsmöglichkeiten auf allen Ebenen fehlen, verstärkt sich das Mobbingproblem immer mehr. 

Dies ist die Variante, die in meiner Verhaltensberatung am häufigsten anzutreffen ist. 

In meinem Blogartikel über 👉 schwierige Mehrkatzenhaushalte bekommst du Tipps für mehr Harmonie unter deinen Katzen.

Missglückte Zusammenführung 

Bei der 👉 Zusammenführung einer neuen Katze in die schon bestehende Gruppe wird leider oft immer noch nach dem Motto vorgegangen : Die regeln das schon unter sich!, was bei sehr gut sozialisierten Katzen tatsächlich meist der Fall ist, bei allen anderen nicht. 

Hier solltest du dir viel Zeit nehmen und den Neuankömmling zunächst von den anderen trennen und Schritt für Schritt miteinander bekannt machen.

Hier und bei miteinander arg zerstrittenen Katzen bietet sich die 👉 Zusammenführung deiner Katzen an einer Gittertür an.

Diese Art des Aneinander Gewöhnens ist die katzenfreundlichste und aus meiner Erfahrung erfolgreichste bei schwierigen Katzenkonstellationen.

Schmerz & Unwohlsein

 Schmerzen bei Katzen werden permanent übersehen, da unsere Fellnasen ihre Not meistens nicht deutlich zeigen.

Dennoch sind sie da und drücken auf die Stimmung deines Vierbeiners.

Deshalb habe ich in meinen Beratungen sehr häufig erlebt, dass Katzen, die durch👉 Schmerzen, 👉 Alterungsprozesse oder chronische Krankheiten belastet sind, ihr Verhalten ändern.

Sie fauchen z. B., wenn sich ihnen ein vertrauter Artgenosse nähert .

Oder sie sind in ihren Bewegungen so eingeschränkt, dass sie Spielaufforderungen nicht mehr annehmen: „Ich bin zu alt, mir tut alles weh, lass mich doch in Ruhe!„.

Auch das kann zu Irritationen bei den anderen Katzen und schlimmstenfalls zu Mobbingsituationen führen (lies 👉Deine Katze ist aggressiv).

Oder es ist gerade das souveräne Tier, das krank wird, das vlt. als „Puffer“ gewirkt hat, sodass die Beziehungen der Katzen untereinander noch einmal ganz neu „verhandelt“ werden müssen.

So vertragen sich deine Katzen

Katzen verstehen sich nicht, Katzen streiten

Anfangs liebten oder mochten sich deine Katzen und jetzt können sie sich nicht mehr leiden?

Die eine Katze verhält sich aggressiv und die andere reagiert ängstlich?

Oder beide Fellnasen verstanden sich noch nie so richtig?

Damit du die ersten wichtigen Schritte zur Versöhnung alleine gehen kannst, habe ich dir in meinem Dokument bewährte und erprobte Strategien zur Streitschlichtung zusammengestellt, die dich dem Katzenfrieden  näher bringen.

 Weitere leicht umsetzbare Tipps erhältst du in nachfolgenden Mails.

Wohnung besser strukturieren

Eine Verbesserung der Wohnsituation ist ein wesentlicher Baustein zum Beenden des Konflikts.

Wie du eine Wohnung gestaltest, in der jede deiner Katzen sich sicher fühlt, kannst du in meinem kostenpflichtigen Dokument 👉 „Cat Papers – Die ideale Wohnung aus Katzensicht“ nachlesen.

Spielen für mehr Harmonie unter den Katzen

Ist Langeweile der ausschlaggebende Grund für das Drangsalieren der Mitkatze, verbessern tägliche Spielrituale das Verhältnis der Katzen zueinander.

Mit den richtigen Spielen kannst du die Stimmung unter deinen Katzen deutlich verbesserst.

Lies dazu 👉Katzen sinnvoll beschäftigen.

Sofortmaßnahmen bei Mobbing oder Stalking unter Katzen

Wie solltest du reagieren?

Dies ist nicht leicht zu beantworten, da zunächst die Ursache herausgefunden werden muss.

Als Sofortmaßnahme empfiehlt sich zunächst die räumliche Trennung der Opferkatze von den anderen – das kann ein einzelnes Zimmer sein oder auch ein Stockwerk, je nach Wohnsituation. Dadurch fühlt sich die Katze, die gemobbt wird, wieder sicher.

Um sie selbstbewusster zu machen, spiele mit ihr alleine und clickere mit deiner Katze.

Fühlst du dich mit der Situation überfordert, scheue dich nicht, eine Katzenpsychologin hinzuzuziehen.

Dann stehen die Chancen gut für ein friedliches Zusammenleben🧡🧡.

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