Kennst du das?

Deine Katze liegt gemütlich auf deinem Schoß, du streichelst sie und plötzlich beißt sie dich.

Oder sie liegt auf dem Rücken und du umfasst mit einer Hand liebevoll oder spielerisch ihren zarten Bauch, woraufhin sie deine Handkante beknabbert.

Mit so genannten „Liebesbissen“ hat das Verhalten deiner Katze rein gar nichts zu tun. Sie zeigt dir mit ihrem Beißen nämlich nicht ihre Zuneigung, sondern ihren Unmut bzw. ihre Spielfreude.

Was dir deine Katze mit ihren Bissen sagen möchte, erfährst du in diesem Artikel.

Gründe, warum eine Katze beim Streicheln beißt

Manche Katzen reagieren auf ein Streicheln, das zu lange dauert, mit einer Überstimulation. Das heißt, sie empfinden die Berührung als sehr unangenehm, nahezu schmerzhaft und beißen deshalb zu. Oft knapst die Katze nur, damit der Mensch mit dem Streicheln aufhört.

Andere Gründe für dieses Abwehrverhalten sind Schmerz, Schreck, Schutzbedürfnis oder Angst.

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Missverständnis Bauchkraulen

Wirft eine Katze sich auf den Boden, dreht sich zur Seite oder auf den Rücken und zeigt dir ihren Bauch, wird sie häufig missverstanden.

Dieses Verhalten solltest du nicht zwingend als Aufforderung betrachten, ihren Bauch zu streicheln.

Einige Katzen mögen es nämlich nicht, wenn man sie an der empfindsamsten Körperstelle berührt.

Sie sind vielleicht kitzelig oder empfinden diese Berührung als unangenehm.

Daher packen sie die Hände des Menschen mit den Pfoten (meist mit Krallen) oder schnappen auch schon mal zu. Als Liebesbeweis dient dieses Verhalten wohl kaum, auch wenn wir dies gerne so sehen würden😉.

Oder sie sind es gewohnt, deine Hände als Beute zu sehen (falls du mit deinen Händen mit deiner Katze spielst) und beißen daher zu.

Warum zeigt sie denn aber so offenherzig ihren flauschigen Bauch?

Ganz einfach: Sie zeigt dir damit, dass sie dir vertraut. Schließlich präsentiert sie dir ihr empfindsamstes Körperteil.

Andere Katzen lieben es, am Bauch gestreichelt zu werden.

Probiere es sanft aus und achte auf eindeutige Körpersignale:

Bewegt deine Katze ihre Pfötchen ganz sanft oder spreizt sie vor Wohlbehagen, schnurrt und blinzelt mit den Augen, dann freut sie sich über eine Streicheleinheit.

In diesem Video siehst du meine Katze Meggie, die beim Streicheln vor Wohlbehagen pfotelt und laut schnurrt. Ihre Sprache zeigt deutlich, dass sie völlig entspannt ist und weit davon entfernt, in meine Hand zu beißen.

💡 Spannt die Katze ihren Körper an, bekommt große Augen und fixiert deine Hand, dann fasse sie besser nicht am Bauch an.

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Dauerstreicheln führt zu Schmerzen

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Beim gemeinsamen Schmusen kann es vorkommen, dass deine Katze plötzlich und für dich unerwartet in deine Hand beißt.

Sie tut dies, weil ihr die Berührungen nicht mehr gefallen oder sie dabei sogar Schmerzen empfindet.

Dauerstreicheln führt bei empfindlichen Katzen zu einem Gefühl der Überreizung und damit zu Unbehagen oder sogar Schmerz.

In der Regel kündigt eine Katze ihr 👉 aggressives Verhalten an, bevor sie zubeißt. Davon bekommst du vielleicht gar nichts mit, weil du dich nebenbei mit deinem Smartphone beschäftigst oder dich unterhältst und nicht auf deine Fellnase achtest.

Zunächst hört sie auf zu schnurren, dann spannt sich der Katzenkörper an und die Schwanzspitze beginnt zu schlagen – erst langsam, dann immer mehr und hektischer

Die 👉Katze ist sichtlich gestresst. Wenn der Mensch die sehr deutlichen Körpersignale weiterhin ignoriert, wird die Katze in ihrer Not in die Schmerz verursachende Hand beißen und völlig erregt ihren Platz verlassen.

Der Fehler lag also eindeutig bei uns Menschen, wenn wir die Warnsignale unserer Katzen nicht verstehen oder nicht bemerken.

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Menschen streicheln Katzen, obwohl diese das vielleicht gar nicht möchten, weil sie nicht in Stimmung sind, sie noch nicht genügend Vertrauen haben oder ihre Haut überreizt ist.

Auch das Hochheben ist heikel für Katzen, weil sie dabei keine Kontrolle mehr über ihre Handlungen haben.

Deshalb kann es passieren, dass sich deine Katze mit Beißen und Kratzen wehrt.

In meiner Podcastfolge „Aufgepasst beim Katzenstreicheln“ gebe ich dir Tipps, wie du reagierst.

🎧 Folge anhören

Auf Körpersignale deiner Katze achten

Wirst du deiner Katze gegenüber weiterhin unaufmerksam bleiben und nicht auf deren Körpersprache achten, überspringt dein Stubentiger nach einiger Zeit die Signale „Körperanspannung“ und „Schwanzzucken“ und beißt ohne Vorwarnung zu, wenn ihm das Streicheln unangenehm ist.

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Oft werden gerade solche Katzen, die direkt zubeißen, als „bösartig“ oder sehr „aggressiv“ beschrieben und nicht selten leidet die Beziehung enorm unter dieser Fehlinterpretation..

Mein Tipp: 💡Lerne, auf die Körpersignale deiner Katze zu achten und höre rechtzeitig mit dem Streicheln auf.

Warte nicht erst, bis sich deine Katze anspannt, sondern höre dann auf mit deinen Liebkosungen, wenn das Schnurren deiner Katze gerade so am Abebben ist.

Damit erreichst du, dass deine Mieze in diesem wunderbaren Entspannungszustand bleibt und es keinen Grund gibt, zu beißen, kratzen oder erbost die Flucht zu ergreifen.

Gleichzeitig fasst deine Katze wieder Vertrauen zu dir und lässt sich gerne streicheln – ohne plötzlich zu beißen.

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Schreck, Angst oder Schmerz

Wenn eine Katze plötzlich und für sie untypisch beißt beim Gestreicheltwerden, kann es auch daran liegen:

  • Sie hat sich erschreckt und beißt aus einem Reflex heraus in die Hand.
  • Die alte Katze ist taub, schläft, wird angefasst und beißt aus Selbstschutz zu.
  • Sie hat starke Schmerzen und reagiert daher abwehrend auf Berührungen.

Es gibt viele solcher Beispiele, die zeigen, wie wichtig es für eine stabile, vertrauensvolle Mensch-Katze-Beziehung ist, genau auf die Körpersprache der eigenen Katzen zu achten, diese richtig zu interpretieren und entsprechend zu reagieren. Nur so können wir gewiss sein, ein stabiles Vertrauensverhältnis zu unseren Katzen aufzubauen und das Zusammenleben mit unseren Katzen zu genießen.

Und diese mit uns😺.

In diesem Sinne: Bleibe aufmerksam, es lohnt sich!

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